Winterbach

Coronavirus: Der Bedarf an Notfallbetreuungen für Kinder steigt

Notbetreuung
Kinder aus dem Kinderhaus Lerchenstraße bei einem Besuch unserer Redaktion vor wenigen Wochen beim Malen. © Gabriel Habermann

Im Kinderhaus Lerchenstraße wurde ein Kind positiv auf Covid-19 getestet. Die Gruppe, in die das Kind eingeteilt ist, besteht insgesamt aus sechs Kindern plus Betreuungsperson, die nun in Quarantäne sind. Die Kinder aus den anderen Gruppen dürfen aber weiter kommen. „Das System läuft so, dass sie sich nicht in die Quere kommen“, sagt Bürgermeister Sven Müller zu dem Fall. „Wenn ein Fall in einer Gruppe auftritt, dann können die anderen weiterbetreut werden.“

Die betroffenen Kinder und die Betreuerin, die Kontakt mit dem erkrankten Kind hatten, sind bereits seit Montag  zu Hause. „Solange sie keine Symptome haben, werden sie nicht getestet“, sagt Sven Müller. Das Gleiche treffe auf die Betreuungsperson zu. In der Winterbacher Notfallbetreuung ist das der erste Corona-Fall, in Schorndorf musste am vergangenen Donnerstag eine Notbetreuungsgruppe im Kinderhaus Purzelbaum ebenso geschlossen werden, nachdem dort eine pädagogische Fachkraft positiv getestet wurde.

Ähnlicher Fall in Schorndorf

Weil die Gruppen voneinander getrennt sind, betreffen solche Corona-Fälle - die höchstwahrscheinlich in den meisten Einrichtungen über kurz oder lang auftreten werden - zumeist keine große Anzahl an Kindern und Betreuerinnen. Herausforderungen könnte es eher geben, wenn bald wieder mehr Kinder in die Betreuung kommen dürfen.

„Der Bedarf steigt stetig“, sagt Bürgermeister Sven Müller. Momentan komme die Gemeinde noch gut mit ihren Kapazitäten und Möglichkeiten aus. „Aber irgendwann werden wir natürlich an unsere Grenzen kommen“, sagt der Verwaltungschef. Eine Gruppe ist - wenn auch nur temporär - zu, es gibt eine Höchstgrenze an Kindern und Teile des Personals fallen aus, weil sie einer Risikogruppe angehören.

Die Kapazitäten sind begrenzt

„Irgendwann sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, so Sven Müller. „Wie es ab dem 18. Mai weitergeht, wissen wir auch noch nicht.“ Das liegt nicht am fehlenden Willen der Gemeindeverwaltung, vorausschauend zu planen, sondern daran, dass es an Informationen und Umsetzungsvorschriften der Landesregierung fehlt.

Seit dem 27. April dürfen mehr Kinder als vorher die Notfallbetreuungsangebote der Gemeinden besuchen. Zuvor durften Kinder nur kommen, wenn beide Elternteile einem systemrelevanten Beruf nachgehen. Inzwischen dürfen auch Kinder bis Klasse 7 teilnehmen, deren Eltern einen präsenzpflichtigen Arbeitsplatz und keine andere Betreuungsmöglichkeit finden.

Die aktuellste Information der Landesregierung ist, dass die Betreuung an Kindertageseinrichtungen ab nächstem Montag in Absprache mit den Trägern schrittweise auf bis zu 50 Prozent der Kinder, die im Normalbetrieb kommen dürften, ausgeweitet werden soll. Im reduzierten Regelbetrieb sollen so Abstandsgebote gewahrt werden, aber Eltern weiter entlastet werden. Genauere Informationen folgen.

Im Kinderhaus Lerchenstraße wurde ein Kind positiv auf Covid-19 getestet. Die Gruppe, in die das Kind eingeteilt ist, besteht insgesamt aus sechs Kindern plus Betreuungsperson, die nun in Quarantäne sind. Die Kinder aus den anderen Gruppen dürfen aber weiter kommen. „Das System läuft so, dass sie sich nicht in die Quere kommen“, sagt Bürgermeister Sven Müller zu dem Fall. „Wenn ein Fall in einer Gruppe auftritt, dann können die anderen weiterbetreut werden.“

Die betroffenen Kinder und

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