Winterbach

Die Gemeinde Winterbach hat ein neues Logo und ein neues Erscheinungsbild

Neues Logo
Hauptamtsleiter Matthias Kolb, Anna Schorn, Studentin an der Hochschule für Medien Stuttgart, und Bürgermeister Sven Müller (von links) mit dem neuen Logo der Gemeinde samt Slogan „Mehr als Heimat“. © Reinhold Manz

Gelb und grün statt rot, herzlich statt sonnig, und mit einem neuen Slogan: „Mehr als Heimat“. Die Gemeinde Winterbach hat ein neues Logo und präsentiert sich in neuen Farben. Das 20 Jahre alte bisherige Logo mit dem Gemeindewappen und dem in Sonnenstrahlen geschriebenen Attribut „Sonniges Winterbach“ ist damit Geschichte. Frisch und modern sollte es sein und ausdrücken: „Winterbach entwickelt sich weiter“, sagt Bürgermeister Sven Müller.

Der Sinn hinter dem alten, dem „sonnigen“ Claim sei heute gar nicht mehr richtig nachvollziehbar für viele gewesen. Tatsächlich, so gibt Müller zu, hat der Artikel unserer Zeitung dazu aus dem vergangenen Mai einen wahren Punkt berührt. Das „Sonnige Winterbach“ war vor 20 Jahren ein Vorschlag aus der Bürgerschaft. Es bezog sich darauf, dass Winterbach einst als Vorreiter- und Vorzeigekommune beim Ausbau der Solarenergie galt. Doch das ist lange her. Heute findet sich die Gemeinde bei der Zahl der installierten Fotovoltaikanlagen im kreisweiten Vergleich unter ferner liefen wieder. Das sei ein Faktor bei der Entscheidung gewesen, dem Auftritt der Gemeinde ein neues Outfit zu verpassen, so der Bürgermeister. Die Überlegungen dazu liefen aber schon länger.

Schon vor der Remstal-Gartenschau Überlegungen für ein neues Logo

Auch insgesamt meint Sven Müller: „Es war jetzt der richtige Zeitpunkt für uns.“ Schon vor der Remstal-Gartenschau 2019 habe man sich Gedanken gemacht. Dann reichte es zeitlich nicht mehr vorher für das neue Logo. Und dann kam Corona und im Rathaus hatten alle erst mal ganz viele andere Sorgen. Doch im Sommer 2020 seien wieder Luft und Lust da gewesen, die Sache anzugehen, sagt der Bürgermeister.

Ausgedacht hat sich das neue Logo und das neue einheitliche Erscheinungsbild der Gemeinde (Corporate Design) eine Gruppe von Studentinnen der Hochschule der Medien Stuttgart. Professorin Gabriele Kille hat einen Wettbewerb unter ihren Studentinnen und Studenten daraus gemacht. Am Ende hat der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung den Vorschlag einer der Gruppen ausgewählt.

Die Gruppe aus fünf Studentinnen schaute sich zunächst den Imagefilm der Gemeinde an. Am Ende, so erklärt Anna Schorn, die für die Gruppe das Logo präsentiert, sage ein Mädchen: „Winterbach ist einfach meine Heimat.“ Aber es sei eben auch noch mehr, „mehr als Heimat“. Die Studentinnen führten auch Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. Da seien immer wieder die Attribute des Zusammenhalts, der Herzlichkeit herausgekommen und die Natur als wichtiges Kennzeichen Winterbachs.

"Mehr als nachhaltig" auf dem E-Dienstwagen

Das Herz in Gelb und Grün im neuen Logo greife das alles auf, sagt Anna Schorn: Die Sonne aus dem alten Slogan „Sonniges Winterbach“, die Natur, die Herzlichkeit und Freundlichkeit. Dazu kommt die Rems als geschwungene blaue Linie im W vor. Den Slogan „Mehr als Heimat“ könne man auf verschiedene Gelegenheiten anpassen. So wird zum Beispiel den neuen Elektro-Dienstwagen von Bürgermeister Sven Müller der Spruch „Mehr als nachhaltig“ zieren.

Die Abstimmung im Gemeinderat für das neue Logo und das neue Erscheinungsbild der Gemeinde sei einstimmig ausgefallen, berichtet Müller. Gemeinderätinnen hätte gefallen, dass das neue Logo femininer wirke. Es sei aber bei allen im Gremium gut angekommen. Deswegen geht Müller davon aus, dass das Logo auch alle Winterbacher anspricht. „Weil der Gemeinderat alle gesellschaftlichen Schichten Winterbachs repräsentiert.“ Die Ansicht sei gewesen: „Das Logo hat vieles, was Winterbach ausmacht, zusammengeführt.“

Der alte Slogan „Sonniges Winterbach“ war einst zwar ein Vorschlag aus der Bürgerschaft, beim Entwurf des Logos mit den Sonnenstrahlen sei aber eine professionelle Agentur beteiligt gewesen. Jetzt hat sich die Gemeinde aus zwei Gründen dazu entschieden, das neue Logo in Kooperation mit der Medien-Hochschule zu suchen und zu entwerfen, wie Sven Müller erklärt: „Wir wollten uns den jungen, frischen Geist der Studentinnen und Studenten zunutze machen.“ Sie könnten außerhalb der vielleicht schon fest gefügten Bahnen etablierter Agenturen denken und auf Winterbach als komplett Außenstehende mit einem unverstellten Blick schauen.

Der zweite Grund sei die Kostenseite gewesen, die in Zeiten, in denen nicht so viel Geld vorhanden sei, Gewicht habe, und dass man gesehen habe, was zum Beispiel andere Gemeinden wie Winnenden für neues Logo und neuen Auftritt ausgegeben hätten. Man habe „nichts Billiges“ haben wollen, sondern einen „Mittelweg“ gehen. Stand jetzt haben Logo und neues Design für den Auftritt der Gemeinde 3500 Euro gekostet. Darin sind auch die Preisgelder für die Studentinnen und Studenten enthalten. Hauptamtsleiter Matthias Kolb ist sicher: Mit der Expertise von Seiten der Hochschule der Medien habe man auch fachlich ein hervorragendes Ergebnis erzielt, das sich „am Puls der Zeit“ bewege.

Das Logo und die neuen Farben Grün und Gelb werden sich nun überall dort finden, wo die Gemeinde auftritt, zum Beispiel auf dem Mitteilungsblatt oder Briefen der Gemeinde. Auch Werbeartikel wie Kugelschreiber soll es geben. Das traditionelle Gemeindewappen will die Gemeinde trotzdem weiterhin verwenden, aber vor allem dann, wenn es hochoffiziell wird, wie etwa bei Urkunden oder Verfügungen. Auch die Internetseiten der Gemeinde werden derzeit einer Überarbeitung unterzogen und werden sich voraussichtlich ab März in neuem Erscheinungsbild, neuer Ordnung und neuen Inhalten präsentieren.

Gelb und grün statt rot, herzlich statt sonnig, und mit einem neuen Slogan: „Mehr als Heimat“. Die Gemeinde Winterbach hat ein neues Logo und präsentiert sich in neuen Farben. Das 20 Jahre alte bisherige Logo mit dem Gemeindewappen und dem in Sonnenstrahlen geschriebenen Attribut „Sonniges Winterbach“ ist damit Geschichte. Frisch und modern sollte es sein und ausdrücken: „Winterbach entwickelt sich weiter“, sagt Bürgermeister Sven Müller.

Der Sinn hinter dem alten, dem „sonnigen“

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