Winterbach

Die „Wings“ von David Klopp und Albrecht Rühle wehen jetzt am Winterbacher Stausee

Naturkunstwerk Wings
Die Naturkunstwerke „Wings“ des Engelberger Künstlers David Klopp (r.) und des Metallgestalters Albrecht Rühle (l.) aus Endersbach standen zuvor beim Naturfreundehaus Strümpfelbach. © Gabriel Habermann

Der Wandel und die Vergänglichkeit sind in der Arbeit des Engelberger Künstlers David Klopp immer wichtige Themen und sie sind auch Programm. Er macht Naturkunst, Land-Art, seine Werke bestehen aus Naturmaterialien, die im Spiel der Elemente schnell wieder vergehen und verschwinden. Sie sind selbst Teil der Natur und die Natur und ihre Kräfte und Stimmungen Teil der Installationen. Klopps neuestes Werk, an dem der Endersbacher Metallgestalter Albrecht Rühle beteiligt war, wandert nun sogar. Die zweite Station der „Wings“, der Flügel aus Metall und Bast, ist nach dem Strümpfelbacher Naturfreundehaus nun der Winterbacher Stausee im Lehenbachtal – und weitere sollen dazukommen.

"Lichtpunkt" im öffentlichen Raum

An diesem Sonntag haben David Klopp und Albrecht Rühle die zwölf „Wings“ auf dem Damm des Stausees aufgestellt und das Kunstwerk am neuen Standort mit einer Vernissage eingeweiht. Dazu gab es Führungen am Lehenbach von Gewässerführer Clemens Luber. Die drehbaren Flügel schweben dort jetzt auf ihren Metallstäben mit Blick über den See. Sie sollen, so das künstlerische Konzept von David Klopp, einen „Lichtpunkt“ im öffentlichen Raum schaffen und auf den ständigen Wandel der Natur aufmerksam machen. Die Flügel drehen sich im Wind, die Bastfasern wehen in den Brisen und Böen, und im Sonnenlicht leuchten sie.

Stausee und Lehenbachtal sind einen Ausflug wert

David Klopps Idee dabei ist: Die „Wings“ sollen nicht an einem Ort bleiben, sondern weiterwandern und immer an einem besonderen Naturraum stehen. Der Standort am Naturfreundehaus sei „der Hammer“ gewesen. Hoch über den Weinbergen habe man dort den Rotmilan über den künstlichen Flügeln fliegen sehen können.

Planschen am See

Das Lehenbachtal mit dem Stausee hat seinen ganz eigenen Reiz, als Ausflugstipp ist es ein echter Geheimtipp. Von einem Parkplatz hinter dem Winterbacher Freibad aus steigt man schnell auf den Damm und kann dann den See zu Fuß umrunden und weiter entlang des Lehenbachs durch den Wald wandern. Dabei gibt es viele Stellen, an denen Kinder gut am und im Bach spielen können. Baden ist im Lehenbachstausee eigentlich nicht erlaubt und geschieht auf eigenes Risiko. Aus rechtlicher Sicht ist er kein Badegewässer, sondern ein Regenrückhaltebecken. Das heißt, die Wasserqualität wird dort nicht überwacht und kontrolliert.

Station bis 1. August

Wer einen tieferen Einblick in den sensiblen Lebensraum des Lehenbachs bekommen möchte, hat dazu, quasi im Rahmenprogramm der „Wings“, bei zwei Terminen mit Gewässerführer Clemens Luber Gelegenheit: am 18. und 25. Juli, jeweils um 15 Uhr, maximal mit 15 Teilnehmern, Voranmeldung möglich unter: bauer-luber@posteo.de.

Die „Wings“ sind bis 1. August am Stausee in Winterbach zu sehen. Danach sollen sie weiterziehen zu einem anderen Ort. Weitere Informationen gibt es auf www.davidklopp.de. Dort kann man sich auch Eindrücke vom weiteren Schaffen des Land-Art-Künstlers holen. Er hat zum Beispiel zur Remstal-Gartenschau in den Teilnehmer-Gemeinden Naturkunstwerke gebaut. Außerdem entstand der „Weiße Pfad“, ein Rundweg zwischen Winterbach, Engelberg und dem Naturschutzgebiet Hirschäcker. Am Weg kann man viele fantastische Werke von David Klopp erleben.

Der Wandel und die Vergänglichkeit sind in der Arbeit des Engelberger Künstlers David Klopp immer wichtige Themen und sie sind auch Programm. Er macht Naturkunst, Land-Art, seine Werke bestehen aus Naturmaterialien, die im Spiel der Elemente schnell wieder vergehen und verschwinden. Sie sind selbst Teil der Natur und die Natur und ihre Kräfte und Stimmungen Teil der Installationen. Klopps neuestes Werk, an dem der Endersbacher Metallgestalter Albrecht Rühle beteiligt war, wandert nun sogar.

Alle Abos jederzeit kündbar:
ZVW+ MONATLICH
Erster Monat gratis, danach 6,99 €/mtl.
ZVW+ JÄHRLICH
Statt 71,88 € (Zwei Monate gratis)
ZVW+ JÄHRLICH mit ePaper
mit täglichem Zugriff zum ePaper