Winterbach

Gartenschau-Planung kommt in Fahrt

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2019 ist auch in Winterbach einiges geboten: Gartenschau-Projektleiter Michael Haberkorn (links) und Bürgermeister Sven Müller beim Blick in die Broschüre zur Remstal-Gartenschau. © Manz / ZVW

Winterbach. Die Winterbacher Vorbereitungen für die Remstal-Gartenschau kommen endlich wieder ein Stück voran: Für die Umgestaltung des Gleisdorfer Platzes mit der Terrassierung des Remsufers hat die Gemeinde jetzt die Genehmigung. Währenddessen arbeiten die Bürger an ihren Mitmach-Projekten, und das Regierungspräsidium macht die nächsten Schritte zur Renaturierung der Rems.

Es ist schon eine Weile her, dass sich der Gemeinderat in Winterbach zuletzt mit dem Gleisdorfer Platz beschäftigt hat. Die Fläche an der Rems war unter dem damaligen Bürgermeister Albrecht Ulrich eines der ersten Projekte für die Remstal-Gartenschau 2019. Jetzt konnte Bauamtsleiter Rainer Blessing im Gemeinderat die frohe Kunde überbringen, dass die Genehmigung endlich vorliegt. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte er.

Der Platz soll zur Gartenschau umgestaltet und die Rems über eine Terrassierung zugänglich werden. Der planende Architekt Johann Senner soll laut Blessing nun in die Gemeinderatssitzung am 19. Dezember kommen. Dann solle auch der Beschluss fallen, was man tatsächlich umsetzen wolle. Damit könne man die Arbeiten im Februar oder März vergeben und im Mai mit dem Bau starten.

Spielgeräte und Wasserfontänen

Die bisherigen Überlegungen sahen vor, Spielgeräte für Kinder zu installieren und ein Wasserfontänenfeld zu bauen. Der Fußgängerbereich am Gleisdorfer Platz soll außerdem deutlich vergrößert werden.

Das zweite Projekt, das die Gemeinde Winterbach schon unter Bürgermeister Albrecht Ulrich auf den Weg gebracht hatte, ist die Rems-Renaturierung. Mittlerweile hat dieses Vorhaben, nachdem es schon komplett auf der Kippe stand, das Land Baden-Württemberg übernommen. Auf einer Länge von rund 1,1 Kilometern soll die Rems im Westen von Winterbach renaturiert werden.

Rems soll für Menschen zugänglich werden

Wie das Regierungspräsidium auf Anfrage unserer Zeitung ausführt, ist es das Ziel der Maßnahme, den Fluss „ökologisch umzugestalten und wieder in einen naturnäheren Zustand zu führen“ und dazu auch die steilen Böschungen abzubauen. An zwei Stellen soll der Fluss zugänglich werden für Menschen.

Die Ausschreibung der Bauarbeiten läuft derzeit. Im Dezember soll laut Regierungspräsidium bereits mit den Gehölzrodungen begonnen werden. Es werden zudem Leitungen verlegt und ein Radweg eingerichtet. Baubeginn für die Erdarbeiten soll im Februar sein. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Herbst 2018 geplant.

Mit abgetragener Erde füllt Plüderhausen Böden im Gewerbegebiet Heusee II auf

Bei der Neugestaltung des Flussbettes werden große Mengen Erde abgetragen. Etwa 70 000 Kubikmeter nimmt die Gemeinde Plüderhausen: Sie sollen als Auffüllmaterial im Gewerbegebiet Heusee II eingebaut werden. Der Oberboden ist laut Regierungspräsidium für den Auftrag auf landwirtschaftliche Flächen mit minderer Bodenqualität geeignet und soll, soweit er nicht wieder angedeckt wird, dafür verwendet werden.

Leben nach Winterbach sollen 2019 insgesamt 20 Mitmach-Projekte bringen, die auf Ideen von Bürgern zurückgehen. Für diese stellt die Gemeinde insgesamt 150 000 Euro zur Verfügung. Alle Projekte werden von einer Gruppe von Bürgern vorangetrieben.

150 000 Euro für Mitmach-Projekte der Bürger

Bei vielen kann man sich noch beteiligen (siehe „Mitmachen bei den Mitmach-Projekten“). Obwohl die Bürgerbeteiligung zur Gartenschau in Winterbach mit Sven Müller als neuem Bürgermeister spät in Gang kam, kann sich das Ergebnis absolut sehen lassen. Einen Überblick über einige der Winterbacher Projekte mit ausführlichen Beschreibungen gibt es auch auf der neuen Internetseite der Remstal-Gartenschau.

Ab Dezember tagt auch zum ersten Mal der Arbeitskreis „Veranstaltungen“. Unter Beteiligung von Bürgern und Vereinen geht es dort darum, welche Veranstaltungen im Gartenschaujahr und insbesondere auch in der Winterbacher „Highlight-Woche“ von 1. bis 7. Juli stattfinden sollen.


Mitmachen bei den Mitmach-Projekten

Wer Interesse an der Mitarbeit bei einem der Mitmach-Projekte hat, kann sich bei Gartenschau-Projektleiter Michael Haberkorn unter 0 71 81/70 06 23 melden.

Detailliertere Beschreibungen von einigen der Projekte gibt es unter www.remstal.de. Hier eine Liste aller Projekte:

  • Insektenhotels
  • Blühstreifen
  • Kunterbunt umstricktes Winterbach
  • Zusätzliche Tische und Bänke
  • Kübelpflanzen am Marktplatz
  • Kindergärten Kunst-Projekt
  • Kulturgeschichtlicher Wanderweg
  • Streuobstlehrpfad
  • Kunsterlebnispfad
  • Skulpturenpfad „Spritzwasser der Rems“
  • Neptuns Fische fliegen auf Winterbach
  • Holzstelen im Klang der Natur
  • Mitmachgarten
  • Freizeitanlage „Boule & Slackline“
  • Trampolinparcours
  • Projekte der Waldorfschule
  • Erlebnispfad zum „Weißen Haus“
  • Wasserspielgeräte auf der Rems
  • Frauenfigur „Die Rems“
  • Kneipp-Becken

Praktisch schon fertig ist ein weiteres Bürgerprojekt, das mit Unterstützung der Gemeinde entstanden ist: das „Informationszentrum für Streuobst und Naturschutz“ des Obstbaurings Winterbach-Rohrbronn.