Winterbach

Gemeinde startet Befragung: Welche Verkehrsmittel nutzen die Winterbacher?

Winterbacher Verkehr
Zu den Stoßzeiten gibt es in Winterbach viel Durchgangsverkehr - aber nicht nur dieser und auch nicht nur die Autos als Verkehrsmittel sollen für das große Mobilitätskonzept der Gemeinde betrachtet werden, um Prognosen für die Zukunft und, wo nötig, Verbesserungen herbeizuführen. © ALEXANDRA PALMIZI

Wie viele Autos und Fahrräder gibt es in Winterbacher Haushalten? Wie viele davon sind E-Autos und E-Bikes? Solche und viele weitere Fragen stellt die Gemeinde jetzt den Bürgerinnen und Bürgern. Diese können dabei auch kundtun, wie zufrieden sie mit den Verkehrswegen und Verkehrsmitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, sind und wo sie im Ort Verbesserungsbedarf sehen. Das alles soll in ein großes Mobilitätskonzept einfließen.

Alle Winterbacher Haushalte bekommen an diesem Donnerstag, 12. Mai, die Fragebögen für das Mobilitätskonzept zusammen mit dem Mitteilungsblatt zugestellt. Bis zum 17. Mai können sie ausgefüllt und ans Rathaus geschickt oder dort eingeworfen werden. Wie beurteilen Sie die allgemeine Verkehrssituation? Welche(s) Verkehrsmittel nutzen Sie hauptsächlich? Gibt es irgendwo Gefahrenstellen? Das sind konkrete Fragen, die die Gemeinde zusammen mit der Ingenieurgesellschaft Gevas Humberg und Partner stellt. Es sind alle Verkehrsarten einbezogen, Auto, Rad, Fußgänger und auch die öffentlichen Verkehrsmittel Bus und S-Bahn.

Leere Seite im Fragebogen für eigene Gedanken und Vorschläge

Die Befragung der Winterbacher Haushalte ist nicht nur eine Datenerfassung, sondern auch eine Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger, sich in das Mobilitätskonzept mit Hinweisen und Vorschlägen einzubringen. Es gibt eine leere Seite im Fragebogen als freien Raum für eigene Gedanken zum Thema Mobilität.

Die Gemeinde Winterbach schreibt an die Bürgerinnen und Bürger: „Teilen Sie uns mit, was Sie zum Thema Verkehr und Mobilität beschäftigt. Nur so kann ein möglichst vollständiges und aussagekräftiges Bild der Verkehrssituation in der Gemeinde entstehen.“ Und: „Mit Ihrer Teilnahme an der Haushaltsbefragung tragen Sie wesentlich dazu bei, dass die künftige Verkehrsplanung im Interesse aller Einwohner/-innen der Gemeinde Winterbach auf eine breite Basis gestellt werden kann.“

Im Juni kommen zur Befragung dann weitere Bausteine des Mobilitätskonzepts hinzu: eine Parkraumerhebung und eine zweigeteilte Verkehrszählung. Der Durchgangs- und Quellverkehr wird mittels einer Kennzeichenerfassung an sieben Punkten rund um Winterbach und Manolzweiler registriert, die an allen Eingangs- und Ausgangsstraßen des Ortes liegen. Mit Videotechnik wird an 16 über Winterbach verteilten Punkten zudem der Auto-, Rad- und Fußverkehr in den Haupt- und Sammelstraßen erfasst. Dazu fließen noch die Pendlerdaten aus Bus und Bahn mit ein.

Prognose der Entwicklung bis 2035

Aus den Daten erarbeitet das beteiligte Ingenieurbüro ein Verkehrsmodell, das auch eine Prognose der weiteren Entwicklung bis ins Jahr 2035 enthält.

„Es werden gemeinsam mit dem Gemeinderat Zielsetzungen und Planungsleitlinien entwickelt“, erklärt Melanie Krämer, die stellvertretende Hauptamtsleiterin der Gemeinde. „Phase 2 umfasst dann die Konzept- und Maßnahmenentwicklung auf Grundlage der beschlossenen Zielsetzungen und Planungsleitlinien. Die verkehrlichen Wirkungen von diskutierten Maßnahmen können dabei anhand des Verkehrsmodells geprüft werden.“

Dann folge Phase 3, so Krämer, es werde alles konkretisiert, Vorschläge für die Umsetzung, eine Priorisierung und „soweit möglich“ eine Zeit- und Kostenplanung aufgestellt. „Das gesamte Verfahren soll von einem umfangreichen Abstimmungs- und Beteiligungsprozess begleitet werden“, sagt sie.

Der Beginn der Arbeit am Mobilitätskonzept hat sich durch die Pandemie verzögert, weil die Gemeinde abwarten wollte, bis die teilweise vorübergehend stark zurückgegangenen Verkehrsströme, sowohl was den Individualverkehr mit dem Auto als auch öffentlichen Nahverkehr in Bus und Bahn angeht, wieder geregelter und normaler ablaufen.

Wie viele Autos und Fahrräder gibt es in Winterbacher Haushalten? Wie viele davon sind E-Autos und E-Bikes? Solche und viele weitere Fragen stellt die Gemeinde jetzt den Bürgerinnen und Bürgern. Diese können dabei auch kundtun, wie zufrieden sie mit den Verkehrswegen und Verkehrsmitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, sind und wo sie im Ort Verbesserungsbedarf sehen. Das alles soll in ein großes Mobilitätskonzept einfließen.

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Alle Winterbacher Haushalte bekommen an diesem

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