Winterbach

Lehenbachschule, Klimaschutz, Straßen, Kanäle: Worin Winterbach 2023 investiert

WinterbachGruen
Die Winterbacher Ortsmitte mit den Rathäusern. © Gaby Schneider

Insgesamt 4,9 Millionen Euro an Investitionen hat sich die Gemeinde Winterbach 2023 im Kernhaushalt vorgenommen. Darin enthalten sind viele Baumaßnahmen, aber auch Geld zur Planung wichtiger Projekte für die kommenden Jahre, zum Beispiel den „Pavillon“ an der Lehenbachschule, der seit Jahren sanierungsbedürftig ist, für den aber, wie zu hören ist, sogar ein möglicher Neubau im Gespräch ist.

Daran hängen Überlegungen für den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschülerinnen und Grundschüler, der ab 2025 gilt, und für einen weiteren Ausbau des Schulcampus, auf dem zum Beispiel auch die örtlichen Vereine oder die Jugendmusikschule Aktivitäten und Angebote haben. 80.000 Euro Planungsrate hat die Gemeinde für 2023 vorgesehen, um sich unter Einbeziehung von Fachleuten mit diesen Schulfragen auseinanderzusetzen.

"Handlungsbedarf" beim Alten Schulhaus Manolzweiler

Geplant wird 2023 auch die Zukunft des Alten Schulhauses im Ortsteil Manolzweiler. 250.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. „Wir haben gesehen, dass dort dringender Handlungsbedarf besteht“, sagt Bürgermeister Sven Müller. „Die Bausubstanz ist keine gute mehr.“ Im Zuge der Sanierungsplanung will die Gemeinde laut Müller überlegen, wie man die bisherigen Nutzungen des Gebäudes gut weiterführen kann. Seine „Zentrumswirkung“ wolle man erhalten. Bei der Sanierung seien auch Denkmalschutzfragen zu klären.

Ganz konkret will die Gemeinde schon 2023 das Thema Familienzentrum angehen und dafür, wie der Bürgermeister andeutet, ein bestehendes Gebäude im Ort passend ausrüsten. Das Zentrum als Anlaufstelle mit Angeboten aller Art für Familien stellt Winterbach interkommunal gemeinsam mit Remshalden und der Evangelischen Gesellschaft (Eva) als Partnerin auf die Beine. 425.000 stehen dafür im Investitionsplan.

Sanierung der Lerchenstraße

3,7 Millionen Euro der geplanten Investitionen entfallen auf Baumaßnahmen. Die mit Abstand größte im Jahr 2023 ist die Sanierung des westlichen Teils der Lerchenstraße zwischen Schulstraße und Kuckucksweg mit allem Drum und Dran, also auch der Erneuerung von Kanal- und Wasserleitungen. 2,2 Millionen Euro hat die Gemeinde dafür aufgrund der groben Kostenschätzung bislang eingeplant. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat in seiner vergangenen Sitzung der Vorplanung zugestimmt. Im November soll im Gemeinderat der Baubeschluss gefasst werden, die Ausschreibung der Arbeiten soll im Winter laufen, somit könnte der Baubeginn im März oder April 2023 liegen und die Maßnahme bei vier Monaten Bauzeit im Juli oder August abgeschlossen sein.

In den Folgejahren stehen laut Bürgermeister Müller Gerber- und Seestraße auf dem Sanierungsplan.

Viel Geld steckt die Gemeinde 2023 erneut in den Bereich Abwasserentsorgung und Hochwasserschutz, darunter sind Kanalsanierungen, eine Sanierung des Regenüberlaufbeckens an der Salierhalle und Messeinrichtungen an den Überlaufbecken. Allein 450.000 Euro sind für den zweiten Abschnitt der Sanierung der Lehenbachverdolung eingeplant. Der Kanal, durch den der Bach unter der Winterbacher Ortsmitte hindurchfließt, ist schon von 2021 bis 2022 aufwendig und teuer erneuert worden. Es fehlt nun noch der etwa 75 Meter lange Abschnitt zwischen dem Einlauf des bis dahin offen fließenden Bachs am Spielplatz Raingärten bis zur Landesstraße.

Klimaschutzprojekte noch unklar

200.000 Euro hat die Gemeinde im Jahr 2023 pauschal für Klimaschutzmaßnahmen eingeplant. Welche das konkret sein werden, steht laut Bürgermeister Sven Müller noch nicht fest. Aber da die interkommunale Geschäftsstelle für das Thema Klimaschutz zusammen mit Winterbach und Kernen ihre Arbeit inzwischen aufgenommen habe, wolle man vorbereitet sein, wenn erste Projekte umgesetzt werden sollen.

In der Investitionsliste der Gemeinde, die die Projekte der kommenden Jahre abbildet, fehlen noch ein paar große Themen. Das sind zum Beispiel die neue Kindertagesstätte im Neubaugebiet Riedwiesen, die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Mobilitätskonzept und die eingangs erwähnte Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung für Grundschüler. „Das sind wichtige Projekte für uns, an denen wir dran sind, die in unserer täglichen Arbeit eine Rolle spielen, wo wir aber noch kein Preisschild dran haben“, sagt Sven Müller.

Insgesamt 4,9 Millionen Euro an Investitionen hat sich die Gemeinde Winterbach 2023 im Kernhaushalt vorgenommen. Darin enthalten sind viele Baumaßnahmen, aber auch Geld zur Planung wichtiger Projekte für die kommenden Jahre, zum Beispiel den „Pavillon“ an der Lehenbachschule, der seit Jahren sanierungsbedürftig ist, für den aber, wie zu hören ist, sogar ein möglicher Neubau im Gespräch ist.

Daran hängen Überlegungen für den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung für Grundschülerinnen

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