Winterbach

Mehrere Ladesäulen für Elektro-Autos in Winterbach geplant - über eine in der Ortsmitte denkt der Gemeinderat derzeit aber nicht nach

E-Laden
Auch in Winterbach wächst demnächst die Zahl der Ladesäulen für E-Fahrzeuge. © Gabriel Habermann

Was die Lade-Infrastruktur für Elektro-Fahrzeuge angeht, ist Winterbach bisher noch ein fast unbeschriebenes Blatt. Das soll sich ändern, möglicherweise noch dieses Jahr kommt eine Schnell-Ladesäule am Bürgerhaus Kelter, weitere sollen folgen. Diese Entwicklung wird von manchen ungeduldig erwartet, wie die Anfrage einer Bürgerin im Gemeinderat kürzlich zeigte.

„Ich frage mich jeden Tag, wann ich denn die erste E-Ladesäule in Winterbach sehe“, so die Bürgerin. Wer nicht eine „Wallbox“, das heißt, eine Lademöglichkeit zuhause habe, der müsse auswärts fahren, um sein E-Auto mit Strom zu betanken.

„Da brauchen Sie gar nicht mehr so lange warten“, konnte Bürgermeister Sven Müller ihr dazu berichten. Es gebe bereits eine Ladesäule bei der Aral-Tankstelle, die das Autohaus Bürk eingerichtet habe. Diese ist, wie das Autohaus auf Nachfrage unserer Zeitung, erklärt sogar öffentlich nutzbar – mit europäischem Stecker und mit Elli-Card (für E-Mobilitäts-Neulinge: Elli ist ein Anbieter von Lade-Infrastruktur).

Direkt gegenüber, wird die EnBW beim Bürgerhaus Kelter eine Schnellladesäule einrichten, voraussichtlich noch in diesem Jahr. Zwei E-Fahrzeuge können dort gleichzeitig betankt werden. Die Stellplätze dazu liegen auf dem Parkplatz beim Abramzik-Supermarkt, gehören aber der Gemeinde.

Der Standort sei „hochattraktiv“, sagt Bürgermeister Müller auf Anfrage unserer Zeitung, weil dort sehr viel Frequenz sei: bei Veranstaltungen im Bürgerhaus Kelter, durch die Kunden des Supermarkts, durch das nahe Gewerbegebiet und auch das Hotel am Engelberg in der Nachbarschaft. Gemeinderat und Verwaltung hätten es sich zum Ziel gemacht, die Einrichtung von Ladestationen dort zu fördern, wo viel los sei. Für die Zukunft gebe es die Perspektive, noch eine zweite beim Bürgerhaus durch die EnBW aufzustellen. Nämlich dann, „wenn die Entwicklung der Elektromobilität sich in dem Ausmaß weiterentwickelt wie zuletzt“, sagt der Bürgermeister.

E-Ladesäule in der Ortsmitte derzeit kein Thema

Vor einigen Jahren hatte der Winterbacher Gemeinderat noch den Vorschlag der Verwaltung abgelehnt, eine Lademöglichkeit in der Tiefgarage in der Ortsmitte einzurichten – unter anderem mit der Begründung, dass sich so eine Investition auch dahingehend lohnen müsse, dass es vielen Bürgern etwas bringe. Und, so die Argumentation der Mehrheit des Rates, eine große Zahl an E-Fahrzeug-Nutzern war zu dem Zeitpunkt eben noch nicht vorhanden.

An der Haltung im Gemeinderat hat sich laut Bürgermeister Sven Müller auch nicht viel verändert: „Im Moment ist es die Linie im Gemeinderat, abzuwarten, wie die Entwicklung weitergeht.“ Aber das Thema von E-Ladesäulen in der Ortsmitte werde man sicher zu gegebener Zeit wieder aufgreifen. „Die Ortsmitte ist sehr attraktiv, da gehört eine E-Ladesäule dazu“, meint Müller. In der Gemeinderatssitzung gab er kürzlich auf Nachfrage der Bürgerin aber auch zu bedenken, in der Ortsmitte herrsche ein „hoher Parkdruck“ und die Plätze dort seien „stark umkämpft“.

Im neuen Baugebiet „Riedwiesen“ im Osten von Winterbach hat die Gemeinde vor, Ladesäulen für E-Fahrzeuge zu schaffen. „Im besten Fall auch mit Carsharing“, so Müller. „Das würde sich für so ein junges Quartier eignen.“ Schon vorher wird im Osten von Winterbach ein Unternehmen aktiv. Peter Hahn will im Laufe des kommenden Jahres zwei öffentliche Ladesäulen an seinem Firmengelände schaffen.

Wie Sven Müller im Gemeinderat auf die Anfrage der Bürgerin sagte, sieht er Winterbach damit insgesamt auf einem guten Weg beim Thema E-Mobilität. Sie könne sicher sein, „dass Sie innerhalb kürzester Zeit eine stattliche Zahl von E-Ladesäulen in Winterbach vorfinden werden.“

Was die Lade-Infrastruktur für Elektro-Fahrzeuge angeht, ist Winterbach bisher noch ein fast unbeschriebenes Blatt. Das soll sich ändern, möglicherweise noch dieses Jahr kommt eine Schnell-Ladesäule am Bürgerhaus Kelter, weitere sollen folgen. Diese Entwicklung wird von manchen ungeduldig erwartet, wie die Anfrage einer Bürgerin im Gemeinderat kürzlich zeigte.

„Ich frage mich jeden Tag, wann ich denn die erste E-Ladesäule in Winterbach sehe“, so die Bürgerin. Wer nicht eine „Wallbox“,

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