Winterbach

Mobilfunk und 5G in Winterbach: Weiterer neuer Mast der Telekom bis 2023 geplant

Mobilfunk
Der schon länger stehende Mobilfunkmast in der Wattenbachstraße soll laut Telekom bis Mitte 2022 endlich in Betrieb gehen. © Benjamin Büttner

Die über Jahre recht lückenhafte und teils mangelhafte Mobilfunkabdeckung in Winterbach scheint sich mehr und mehr zu verbessern. Insbesondere die Telekom ist dort derzeit sehr aktiv und hat sich mit auf den bisher von Telefonica/O2 genutzten Mast im Süden von Winterbach aufgeschaltet. In der Wattenbachstraße hat sich allerdings mal wieder die Inbetriebnahme des neuen Sendemasts verzögert. Ein weiterer neuer Mast könnte bis 2023 in Betrieb gehen.

Schon jetzt ist Winterbach laut den im Internet verfügbaren Abdeckungskarten der Anbieter Telekom, O2 und Vodafone flächendeckend mit dem derzeit schnellsten Mobilfunkstandard 5G versorgt.

Versorgung von Bundesstraße und S-Bahn-Strecke

Die Telekom sendet seit Februar auch neu mit 5G vom Mast an der Straße Richtung Engelberg oberhalb von Winterbach. An dem Standort war bis dahin Telefonica/O2 vertreten. Die weiteren Standorte in der Wattenbachstraße und beim Sportgelände in der Weilerstraße „sollen insbesondere auch die Bundesstraße und die S-Bahn-Strecke versorgen“, erklärt die Telekom auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Inbetriebnahme der Technik in der Wattenbachstraße soll demnach „Mitte des Jahres“ erfolgen. Die Telekom hatte das allerdings schon mehrfach angekündigt. Zuletzt war vom „ersten Quartal 2022“ die Rede, davor schon von Mai 2021 und dann Ende 2021.

Anfang 2022 ärgerte sich Bürgermeister Sven Müller darüber im Gemeinderat – wobei auch die Bahn und die Verzögerungen beim Neubau der Aufzüge am Bahnhof mitgemeint waren – und sagte: „Ich weiß nicht, warum die das nicht hinkriegen.“ Bei der Einwohnerversammlung sagte er kürzlich dann: „Pandemiebedingte Verzögerungen bei den Lieferketten sind laut Telekom hauptsächlich der Grund, warum der Mobilfunkstandort noch nicht in Betrieb gegangen ist.“

Gemeinde stellt das Grundstück

Das Grundstück für den voraussichtlich 35 Meter hohen Mobilfunkmast beim Sportgelände in der Weilerstraße vermietet die Gemeinde Winterbach der Telekom. Der Gemeinderat stimmte dem mit einer Enthaltung im Mai 2021 zu.

Vorausgegangen war eine längere Beschäftigung mit dem Thema, der Rat hörte Experten an, Mobilfunkgegner kamen zu Wort und der Entscheidung lag ein Gutachten mit Prognose zu den Immissionen, das heißt, zur möglichen Strahlenbelastung des Tüv Süd zugrunde.

Bürgermeister Müller sagte damals: Es gehe nicht um 5G-Ausbau, sondern um eine Grundversorgung, man hole lediglich bis zu einem Punkt auf, an dem andere Kommunen schon seit Jahren seien. Er sagte aber auch da schon voraus: Das Thema 5G werde kommen, die Masten aufgerüstet werden.

Bei der Einwohnerversammlung sagte Sven Müller kürzlich: „Um den gesellschaftlichen Bedarf zu decken, waren wir uns in der Verwaltung und im Gemeinderat einig, dass der neue Mobilfunkstandort in der Wattenbachstraße dringend notwendig ist.“ Aufgrund der steigenden Mobilfunkauslastung sei ein weiterer Mobilfunkstandort in Winterbach erforderlich, „um den zukünftigen Bedarf optimal decken zu können“.

Strahlungsbelastung?

Zum Gutachten des Tüv Süd zur Strahlungsbelastung, die von dem neuen Mast ausgeht, sagte Müller: „Beruhigend für uns alle war, dass wir in Winterbach weit unter den gesetzlich vorgegebenen Grenzwerten liegen.“ Es würden sogar „die weitaus strengeren Vorsorgewerte für die Schweiz und Österreich fast durchgängig unterschritten, so dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner Winterbachs beim Thema Belastungen grundsätzlich keine Sorgen machen müssen“.

Der neue Mast in der Weilerstraße wird laut Telekom aber „frühestens 2023“ in Betrieb gehen.

Die über Jahre recht lückenhafte und teils mangelhafte Mobilfunkabdeckung in Winterbach scheint sich mehr und mehr zu verbessern. Insbesondere die Telekom ist dort derzeit sehr aktiv und hat sich mit auf den bisher von Telefonica/O2 genutzten Mast im Süden von Winterbach aufgeschaltet. In der Wattenbachstraße hat sich allerdings mal wieder die Inbetriebnahme des neuen Sendemasts verzögert. Ein weiterer neuer Mast könnte bis 2023 in Betrieb gehen.

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