Winterbach

Neues Familienzentrum: Winterbach steigt in Kooperation mit Remshalden ein

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Das Familienzentrum in Weinstadt wird auch von der "Eva" betrieben. © Hardy Zürn

Bereits im Januar dieses Jahres gab der Remshaldener Gemeinderat sein Ja zu einem Familienzentrum in seiner Gemeinde. Die Einrichtung wird sich in Winterbachs Nachbargemeinde in den Räumen der Kindertagesstätte in der Wilhelm-Enßle-Straße befinden, die wie das Familienzentrum voraussichtlich 2023 eröffnen wird. Offen war damals aber noch, ob die Gemeinde Winterbach bei dem Projekt mit den Remshaldenern kooperieren will. Dazu gibt es nun Neuigkeiten.

In den vergangenen Wochen und Monaten, so die Winterbacher Verwaltung, fanden viele Gespräche zwischen den zwei Nachbarkommunen über das Projekt statt. Aus Remshalden kam das Signal: Die Gemeinde will mit Winterbach zusammenarbeiten. Als Träger für das Zentrum soll die Evangelische Gesellschaft Stuttgart (Eva) fungieren, die ebenso in die Vorgespräche eingebunden war. Auch ein Besuch des Weinstädter Familienzentrums, dessen Träger ebenso die Eva ist, fand statt. Jetzt hat sich herauskristallisiert: Winterbach ist ebenso an einer Zusammenarbeit interessiert.

Zusammenarbeit bei Konzeption

Der Winterbacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung diese Woche beschlossen, bei dem neuen Familienzentrum mit Remshalden zu kooperieren. Die Verwaltung soll nun in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Remshalden und der Eva die Konzeption für das geplante Familienzentrum Remshalden/Winterbach erstellen. Der Gemeinderat stimmte dem interkommunalen Familienzentrum vorerst für einen Zeitraum von fünf Jahren zu.

Ebenso sprach sich der Gemeinderat in diesem Zuge für die Einstellung von Personal zur Projektleitung für die neue Einrichtung aus. Zur Erstellung der Konzeption in Kooperation mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden Remshalden und Winterbach wird bereits zum 1. Januar 2022 eine Projektleitung eingestellt. Die Finanzierung erfolgt über die Stiftung der EVA (5000 Euro) und durch einen Eigenanteil von rund 5000 Euro pro Gemeinde.

Suche nach Räumlichkeiten

„Der Wunsch der Fraktionen war es auch, dass wir über Räumlichkeiten für das Familienzentrum als feste Anlaufstelle in Winterbach nachdenken“, so der Winterbacher Bürgermeister Sven Müller. Solche Fragestellungen könnten erst jetzt geklärt werden, da Winterbach sich im Gegensatz zur Nachbarkommune erst seit einigen Monaten mit dem Thema beschäftige. „Da gab es die Bitte, einen guten, geeigneten Raum zu finden.“ Infrage kommen könnten laut Müller zum Beispiel das Bürgerhaus Kelter oder - je nachdem, welche Angebote dann letztendlich in der Gemeinde stattfinden - zum Beispiel auch Räume in einer kirchlichen Einrichtung.

Das Schöne am Familienzentrum sei, dass mehrere Projektpartner für ein Angebot stünden und so ein großes Netzwerk entstehen könne. Welche Angebote wo stattfinden werden, solle in der anstehenden Projektphase ausgearbeitet werden, passgenau für beide Gemeinden und auch die interkommunale Zusammenarbeit. Nun sei Winterbach aber erst einmal auf weitere Beschlüsse aus dem Remshaldener Gemeinderat zur Zusammenarbeit angewiesen.

Was wird angeboten?

Grundsätzlich sollen in der neuen Einrichtung die Bedarfe von Kindern und ihren Familien aufgegriffen werden, Familien also ganz allgemein gefördert werden. Auch die Erziehungsberatung, die Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und der Kindertagespflege und die Bereiche Senioren und Integration können im Konzept für die Einrichtung bedacht werden.

Die Themen der zukünftigen Angebote im Familienzentrum könnten sich unter anderem auf Trennungen von Eltern, familiäre Belastungssituationen, Sprachbarrieren oder ein fehlendes funktionierendes Familiennetzwerk vor Ort und bei Alleinerziehenden konzentrieren.

Bereits im Januar dieses Jahres gab der Remshaldener Gemeinderat sein Ja zu einem Familienzentrum in seiner Gemeinde. Die Einrichtung wird sich in Winterbachs Nachbargemeinde in den Räumen der Kindertagesstätte in der Wilhelm-Enßle-Straße befinden, die wie das Familienzentrum voraussichtlich 2023 eröffnen wird. Offen war damals aber noch, ob die Gemeinde Winterbach bei dem Projekt mit den Remshaldenern kooperieren will. Dazu gibt es nun Neuigkeiten.

In den vergangenen Wochen

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