Winterbach

Pünktlich zum vorhergesagten Sommerwetter dürfen mehr Besucher ins Winterbacher Freibad

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Still ruht das Schwimmerbecken in Winterbach: In den vergangenen Tagen waren beim wenig sommerlichen Regenwetter meist nur wenige Menschen im Freibad. © Gemeinde Winterbach / Blessing

Für Freibadfans ist dieser Sommer bisher ein Trauerspiel. Manche fragen sich gar, ob es überhaupt schon einen Sommer gab. Dementsprechend leer war es zuletzt oft auch im Winterbacher Freibad, die Besucherzahlen waren weit entfernt von der pandemiebedingten Besucherobergrenze. Weil es kommende Woche endlich wieder ein paar Tage am Stück sonnig und warm werden soll, stellt die Gemeinde das Buchungssystem jetzt bis zum Wochenende um: Dann dürfen statt wie bisher 246 Menschen, 372 gleichzeitig pro Badeschicht rein. Einen Corona-Test oder den Nachweis geimpft oder genesen zu sein, braucht man ohnehin schon eine Weile nicht mehr.

Eingeschränkte Öffnungszeiten wegen Ausfalls eines Schwimmmeisters

Wer derzeit ins Winterbacher Freibad will, der muss vorher online ein Ticket unter https://cm-access.de/winterbach buchen. Es ist Schichtbetrieb mit diesen Zeiten (die eingeschränkt sind, weil einer der beiden Schwimmmeister krankheitsbedingt die ganze Saison fehlt): Dienstags bleibt das Bad geschlossen. Offen hat es am Mittwoch, Freitag und Samstag mit zwei Badeschichten, eine von 13 bis 16 Uhr und eine von 17 bis 20 Uhr. Montags, donnerstags und sonntags gibt es die vollen drei Schichten, mit der ersten von 9 bis 12 Uhr und dann wie an den anderen Tagen von 13 bis 16 Uhr und von 17 bis 20 Uhr.

Für Menschen, denen es nicht möglich ist, ein Ticket vorab online zu buchen, gibt es montags und donnerstags jeweils zur ersten Badeschicht ab 9 Uhr die Möglichkeit eines vor Ort an der Kasse gegen Barzahlung zu kaufen.

Ausverkauft war in dieser Saison bisher keine einzige der Badeschichten in Winterbach, wobei teilweise nur noch fünf Personen fehlten. An den besucherstärksten Wochenenden kamen im Schnitt rund 200 Menschen pro Schicht. Zum Vergleich: In den zurückliegenden Regentagen waren es teils im Zeitraum von einer Woche zusammengenommen nicht einmal 600 Besucher. Insgesamt waren seit Wiedereröffnung knapp über 6000 Menschen im Freibad.

Weil die Besucherzahlen wetterbedingt in letzter Zeit nicht besonders hoch waren und das Kontingent von 246 Plätzen nicht ausverkauft war, hatte es die Gemeinde auch nicht eilig, ihr System an die neu geltenden Regeln anzupassen. Bei den niedrigen Sieben-Tage-Inzidenzzahlen der Corona-Fälle im Rems-Murr-Kreis waren theoretisch schon länger Öffnungsstufen der Corona-Verordnung erreicht, bei denen mehr Besucher ins Bad hätten kommen können. Die generelle Personenbeschränkung entfällt ab Inzidenzstufe 2, das heißt, ab einer Inzidenz unter 35, sogar ganz.

Abstands- und Hygieneregeln müssen weiter eingehalten werden

Das alles heißt nun aber nicht, wie Bürgermeister Sven Müller diese Woche im Gemeinderat erklärte, dass nun einfach alle Schleusen im Freibad wieder geöffnet werden können. Denn: Die geltenden Abstands- und Hygieneregeln müssen ja dennoch eingehalten sein, es dürfen sich keine Massen auf der Liegewiese, im Becken oder vor dem Kiosk drängen. Nach den Vorgaben des Bäderverbands habe man dann die für das Winterbacher Freibad passende Besucherzahl ermittelt: 372.

CDU-Gemeinderat Klaus Junge bat in der Sitzung des Gremiums, auch die Umkleiden wieder zu öffnen. Für ältere Menschen sei es schwierig, mit den beiden frei stehenden Mini-Kabinen auf der Liegewiese klarzukommen. Bauamtsleiter Rainer Blessing sagte dazu: Einen Teil der Umkleiden werde man auf jeden Fall wieder öffnen können.

Die Maskenpflicht gilt laut Corona-Verordnung weiterhin in geschlossenen Räumen, das heißt im Fall des Freibads, in den Sanitär- und Umkleideräumen sowie dort, wo der Abstand von 1,5 Metern nicht dauerhaft eingehalten werden kann. Auf der Liegewiese und natürlich auch im Wasser muss niemand Maske tragen.

Es steht also dem Freibadvergnügen nichts im Wege – nur das Wetter muss noch mitspielen. Die Vorhersagen sind aber glänzend für kommende Woche: Sonne und bis zu 28 Grad. Die Wassertemperatur bewegt sich auch diese Woche schon trotz Regen laut Angaben der Gemeinde bei um die 23 Grad.

Was passiert, wenn die Inzidenz wieder über 35 steigt

Für die Corona-Inzidenzzahlen gilt die gegenteilige Hoffnung wie für die Temperaturen: dass sie nicht steigen. Denn: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Fällen oder mehr im Kreis würde wieder eine Beschränkung auf 246 Besucher pro Badeschicht gelten. Und, sofern die Corona-Verordnung in diesem Punkt unverändert bleibt: Die 3-G-Regel wäre wieder in Kraft. Das heißt, nur Getestete, Geimpfte und Genesene mit Nachweis dürften ins Bad.

Für Freibadfans ist dieser Sommer bisher ein Trauerspiel. Manche fragen sich gar, ob es überhaupt schon einen Sommer gab. Dementsprechend leer war es zuletzt oft auch im Winterbacher Freibad, die Besucherzahlen waren weit entfernt von der pandemiebedingten Besucherobergrenze. Weil es kommende Woche endlich wieder ein paar Tage am Stück sonnig und warm werden soll, stellt die Gemeinde das Buchungssystem jetzt bis zum Wochenende um: Dann dürfen statt wie bisher 246 Menschen, 372 gleichzeitig

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