Winterbach

Ski- und Snowboardfahren im Corona-Winter: Österreich will unbedingt - was sagen die deutschen Wintersport-Regionen?

Skilift Ski Skifahren
Symbolbild. © t_watanabe/Pixabay

Wenn es nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und den deutschen Ministerpräsidenten der Länder geht, ist klar: Mindestens bis 10. Januar ist Skiurlaub verboten. Dafür soll sogar eine europäische Lösung her. Wie sehen das Tourismusverbände und Liftbetreiber in den Wintersportgebieten?

Klar ist: Bis 20. Dezember gelten in Deutschland die strengen Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiter. Tourismus und Skifahren sind damit ausgeschlossen. Zudem hat Deutschland fast ganz Österreich weiterhin als Risikogebiet eingestuft. Was kommt aber nach dem 20. Dezember?

Eins, kann man wohl schon jetzt sagen, wird in dieser Saison nicht drin sein: das, was für viele im Skiurlaub mindestens so wichtig ist wie der Sport selbst, das gesellige Beisammensein in der Skihütte – von der zünftigen Après-Ski-Party ganz zu schweigen. Was sonst möglich ist, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Und vor allem darüber, wann überhaupt wieder irgendetwas geht. Während Länder wie Deutschland oder Italien sich klar dafür aussprechen, Skitourismus EU-weit bis ins neue Jahr zu untersagen, sind die Österreicher über solche Pläne geradezu empört. „Skivergnügen ja, aber ohne Après-Ski“, das ist die Losung, die der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ausgegeben hat. Für alles andere wollen die Skigebiete, die Liftbetreiber, Gastronomen und Hoteliers entsprechende Sicherheitsvorkehrungen treffen.

„Alle haben Hygienekonzepte“

Aber nicht nur die Österreicher, auch in den deutschen Skigebieten hofft man auf einen möglichst frühen Saisonbeginn, am besten noch vor Weihnachten. „Es steht alles in den Startlöchern“, sagt Simone Zehnpfennig, Pressesprecherin der Allgäu GmbH, die die Tourismusförderung in der Region bündelt. Die Liftbetreiber, Gastronomen und Hoteliers seien darauf vorbereitet, den Winter-Tourismus unter Pandemie-Bedingungen gut hinzubekommen. „Alle haben Hygienekonzepte.“ Dazu gehöre zum Beispiel, dass Ticketkauf oder Skiverleih über Online-Buchung vorab laufen, wodurch man den Besucherandrang steuern könne. Außer auf der Piste soll in allen Bereichen Maskenpflicht gelten.

Da die neueste Allgemeinverfügung zu den Corona-Maßnahmen bis 20. Dezember gelte, sei klar, dass vorher nichts gehe, so Simone Zehnpfennig. Für alles, was danach komme, sei man von den Entscheidungen der Politik abhängig. „Wir hoffen natürlich, dass sehr bald wieder etwas möglich ist.“

Der Tourismus ist im Allgäu ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Weihnachten ist bei uns neben August die absolute Hauptsaison“, sagt Simone Zehnpfennig. Das gelte nicht nur für den Wintersport, auch so kämen in der Zeit viele ins Allgäu für den Winterurlaub. „Da treffen sich Familien. Manche Hotels leben davon, dass über Weihnachten drei Generationen da sind.“

Grundsätzlich ist die Botschaft der Allgäu-Tourismus-Sprecherin: abwarten. Dasselbe sagt Martin Knauer, Pressesprecher des Tourismusverbands Baden-Württemberg. Die Verunsicherung bei den Urlaubsgästen sei groß. Aber: „Wir können derzeit keine Empfehlungen abgeben, weil nicht absehbar ist, wann man wieder reisen darf.“ Er betont für den Schwarzwald, wie seine Kollegin aus dem Allgäu: „Es gibt Hygienekonzepte. Da ist sehr viel passiert, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten.“

Direkt bei Gastgebern nachfragen

Martin Knauers Rat für alle, die für Anfang 2021 über einen Winterurlaub nachdenken: „Dass man auf die Gastgeber zugeht und den Dialog sucht.“ Am besten frage man direkt nach, wie die Stornierungsbedingungen im Fall eines erneuten oder verlängerten Lockdowns aussehen. „Dann findet man da bestimmt eine Lösung.“

Wichtig sei, dass die Politik möglichst schnell Klarheit schaffe: „Wir brauchen dringend eine Perspektive, ob und ab wann Wintertourismus möglich ist.“ Es müsse eine gewisse Planbarkeit geben, für die Betriebe wie für die Gäste.

Wenn es nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und den deutschen Ministerpräsidenten der Länder geht, ist klar: Mindestens bis 10. Januar ist Skiurlaub verboten. Dafür soll sogar eine europäische Lösung her. Wie sehen das Tourismusverbände und Liftbetreiber in den Wintersportgebieten?

Klar ist: Bis 20. Dezember gelten in Deutschland die strengen Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiter. Tourismus und Skifahren sind damit ausgeschlossen. Zudem hat Deutschland fast ganz Österreich

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