Winterbach

Viele Freibäder schließen am Wochenende, das Freibad Winterbach hat noch länger offen

Schwimmeister Höhn
Schwimmmeister Frank Höhn hält das Freibad am Laufen. © ALEXANDRA PALMIZI

Mit dem Ende der Sommerferien schließen jetzt nach dem kommenden Wochenende im Remstal und rund um Schorndorf für gewöhnlich alle Freibäder. Wer die letzten richtig schönen Sommertage des Sommers nutzen will, die es kommende Woche vereinzelt geben könnte, der kann jedoch noch ins Winterbacher Freibad. Das hat wie immer eine Woche länger offen als die anderen.

Am 18. September ist dann definitiv Schluss, es wird keinen weiteren Bonus geben. „Eine Verlängerung ist dieses Jahr aus personellen Gründen nicht möglich“, sagt Bauamtsleiter Rainer Blessing. „Selbst wenn es wieder 30 Grad und mehr hätte.“

Die „30 Grad und mehr“ sind allerdings ohnehin keine sehr realistische Möglichkeit. Zumindest deuten die langfristigen Wetterprognosen für den September eher auf das Gegenteil hin: Es soll kühler und nass werden.

Knapp 37.000 Besucher in der Saison 2022

Ganz anders war natürlich dieser Sommer: heiß und trocken – für Mensch und Natur eine Belastung, fürs Freibad ideal. Zuletzt meldete zum Beispiel die Gemeinde Rudersberg rekordverdächtige Besucherzahlen, mehr als 60.000 Menschen kamen dieses Jahr in die Bäder in Rudersberg und im Ortsteil Steinenberg. In Winterbach war es, wie Rainer Blessing bilanziert, „nur ein ganz durchschnittliches Jahr“ mit rund 37.000 Besuchern. Wir hatten im Jahr 2015 mal knapp über 50.000 Besucher. Im Jahr 2003 waren es 77.985.“

Woran liegt es? Einerseits vermutet Rainer Blessing, dass dieses Jahr wieder mehr Familien in den Sommerferien verreist sind. Zum anderen gab es natürlich die eingeschränkten Öffnungszeiten. Dienstags blieb das Bad geschlossen. Der Grund sind, wie in vielen Gemeinden, Personalprobleme. Winterbach hat mit Schwimmmeister Frank Höhn nur eine Fachkraft, die als zentrale Säule für den Betrieb des Bads zwingend nötig ist, statt wie in früheren Jahren zwei.

Freibad soll ein „kleines, schnuckeliges Familienbad bleiben“

Die im Vergleich zu anderen Freibädern vielleicht etwas niedrigeren Besucherzahlen sind aus Winterbacher Sicht aber gar kein Problem. „Wir wollen bewusst gar nicht von Rekord zu Rekord kommen, weil unser kleines, schnuckeliges Familienbad für Winterbacher und Remshaldener soll auch ein solches bleiben“, sagt Rainer Blessing. „Unsere Intention ist nicht, überregional Besucher anzuziehen, da dies für uns kaum lösbare Probleme mit sich bringen würde.“ Zu viele Besucher würden das Freibadpersonal überfordern.

Es gab in diesem Sommer so einen Tag, an dem der Ansturm die Kapazitätsgrenzen arg strapazierte: der 19. Juni mit mehr als 1500 Menschen. Das war in der Zeit, als das Remshaldener Freibad gerade wegen Krankheitsausfällen beim Personal geschlossen war. Das bringe das Winterbacher Freibad ans Limit, sagt Reiner Blessing. Auf Dauer sei so etwas mit der vorhandenen Personalausstattung nicht zu bewältigen.

Für die kommende Saison 2023 hoffen die Winterbacher nun, dass wieder ein zweiter Schwimmmeister gefunden werden kann und die Öffnungszeiten nicht mehr eingeschränkt werden müssen.

Mit dem Ende der Sommerferien schließen jetzt nach dem kommenden Wochenende im Remstal und rund um Schorndorf für gewöhnlich alle Freibäder. Wer die letzten richtig schönen Sommertage des Sommers nutzen will, die es kommende Woche vereinzelt geben könnte, der kann jedoch noch ins Winterbacher Freibad. Das hat wie immer eine Woche länger offen als die anderen.

Am 18. September ist dann definitiv Schluss, es wird keinen weiteren Bonus geben. „Eine Verlängerung ist dieses Jahr aus

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