Winterbach

Warme Klamotten und anderes für Obdachlose gesammelt: "Dass man ihnen das Gefühl gibt: Sie sind Teil der Gesellschaft"

Obdachlos
Dua Altintas mit einem Teil der gespendeten Kleider und Dinge für die Obdachlosen. © Privat

Jacken, Mützen, Schals, Schlafsäcke, Thermoskannen – alles was warm hält und warm macht, hat die Hegnacherin Mirjam Altintas in den vergangenen Wochen gesammelt. An diesem Dienstag hat sie alles in Stuttgart in der Obdachlosen-Einrichtung „Olga 46“ abgegeben, 15 Bananen-Kisten voll.

Zwei Tage lang hat Mirjam Altintas dafür in der Einliegerwohnung ihres Hauses sortiert und gepackt, 30 Waschmaschinen-Ladungen gewaschen. Gesammelt hat die 36-Jährige im Bekanntenkreis, dann auch in der Klasse ihres Sohnes Dua an der Waldorfschule Engelberg. „Der Großteil der Spenden kommt aus der Klasse“, sagt sie. Zusätzlich hat die Filiale der Drogerie DM in Waiblingen noch Sachspenden dazugegeben. Außerdem kam noch so manches zusammen, als eine Freundin mit großem Instagram-Account für die Aktion warb. Und der VfB-Fanclub „Cannstatt Fire“ hat sich auch beteiligt.

„Meine Mutter macht das sonst jedes Jahr“, erzählt Mirjam Altintas. Dieses Jahr sei sie gesundheitlich angeschlagen, deswegen habe sie die Aktion übernommen. Ihre Mutter habe aber immer nur im Bekanntenkreis gesammelt, deswegen seien es immer kleinere Aktionen gewesen. Die Hegnacherin will die Sache auf jeden Fall wiederholen. Sie wolle sich nicht in die Reihe derer einreihen, die einmal vor Weihnachten was Spenden für ihr gutes Gewissen. „Es geht darum, dass man den Menschen was zuteilwerden lässt, dass man sie sieht und ihnen das Gefühl gibt: Sie sind auch Teil der Gesellschaft“, meint sie. „Dass man sie so ein Stück weit wieder zurückholen kann in die Gesellschaft.“ Sie habe als Hausfrau und Mutter den Luxus, dass sie die Zeit habe, sich für so etwas zu engagieren.

Mit Corona hätten es obdachlose Menschen noch schwerer als sonst, hat Mirjam Altintas erfahren. Denn auch für sie gelten die Ausgangsbeschränkungen. Aber: „Wo sollen die denn hin? Das Leben wird noch unwürdiger, als es eh schon ist.“ Wann und wie die nächste Spendenaktion stattfindet, weiß sie noch nicht. Interessierte können sich per E-Mail an sie wenden, unter der Adresse: warumnichthelfen@web.de.

Jacken, Mützen, Schals, Schlafsäcke, Thermoskannen – alles was warm hält und warm macht, hat die Hegnacherin Mirjam Altintas in den vergangenen Wochen gesammelt. An diesem Dienstag hat sie alles in Stuttgart in der Obdachlosen-Einrichtung „Olga 46“ abgegeben, 15 Bananen-Kisten voll.

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Zwei Tage lang hat Mirjam Altintas dafür in der Einliegerwohnung ihres Hauses sortiert und gepackt, 30 Waschmaschinen-Ladungen gewaschen. Gesammelt hat die 36-Jährige im Bekanntenkreis, dann auch

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