Winterbach

Warum Klaus-Dieter Völzke den Winterbacher Gemeinderat verlässt

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Klaus-Dieter Völzke, SPD. © Felix Pilz Fotografie

Der Weggang des bisherigen Schorndorfer Oberbürgermeisters Matthias Klopfer hat auch Auswirkungen auf die Winterbacher Lokalpolitik. Weil Klopfer OB in Esslingen wird, ist auch sein Platz im Kreistag des Rems-Murr-Kreises frei geworden. Nachrücker in der SPD-Fraktion ist der Winterbacher Klaus-Dieter Völzke, der dafür aus dem Gemeinderat zurücktritt. Nachrücker in der SPD-Fraktion im Gemeinderat für ihn ist Emre Süle.

Völzkes Antrag auf vorzeitiges Ausscheiden aus dem Gemeinderat stand in dieser Woche auf der Tagesordnung des Gremiums. Dabei war er selbst gar nicht anwesend, weil er zur gleichen Zeit bereits einen Termin in seiner Funktion als Kreisrat wahrnahm. Die Bewilligung des Antrags war eine Formsache, weil von der Gemeindeordnung gedeckt: Völzke konnte mit dem Kreistagsmandat einen dafür wichtigen Grund vorbringen und er gehört auch bereits zehn Jahre dem Gemeinderat an.

Der 53-Jährige wurde 1999 zum ersten Mal für die SPD ins Winterbacher Kommunalparlament gewählt. Er saß zweieinhalb Legislaturperioden im Rat, trat aber auch damals schon zugunsten eines anderen Ehrenamts zurück und übernahm den Vorsitz des Musikvereins Trachtenkapelle Winterbach. Neun Jahre später, Umbau und Renovierung des Musikhäusles waren gerade fertig geworden, wechselte er wieder und wurde erneut in den Gemeinderat gewählt, dem er nun auch schon wieder in der zweiten Legislaturperiode, seit sieben Jahren angehört.

Beide Ämter gehen nicht zusammen

Beide Ämter auszufüllen, Gemeinde- und Kreisrat, das sei nicht möglich für ihn, sagt Klaus-Dieter Völzke, zumal er ja auch noch seinen Beruf als Arzt hat, der derzeit mit Corona und allen Begleiterscheinungen auch nicht weniger zeitintensiv geworden ist.

Er habe dann abgewogen und den Ausschlag habe letztendlich gegeben, dass das Mandat im Kreistag einfach auch mal was Neues wäre. „Und ich habe mir gesagt, man kann im Kreistag ja auch was für Winterbach machen in manchen Themengebieten.“

Normalerweise sei es für das kleine Winterbach eher schwer, jemanden in das Kreis-Parlament zu bringen. Bei den Kommunalwahlen sei Winterbach mit Schorndorf zusammengefasst, da sei man „das kleine Rad am Wagen“. Deswegen habe er eigentlich auch gar nicht damit gerechnet, dass er überhaupt reinkomme. Tatsächlich brauchte es ja nun den Abgang des Schorndorfer Platzhirsches Matthias Klopfer dafür.

Verständnis, aber auch Bedauern empfindet Bürgermeister Sven Müller angesichts des Wechsels von Klaus-Dieter Völzke. „Das ist ein Gemeinderat, der seit langer Zeit mit dabei ist, ein unheimliches Wissen hat und im Ort stark verwurzelt ist in vielerlei Hinsicht. Aber alles hat seine Zeit“, sagt Müller. Jeder habe Verständnis für den Schritt.

Die Verabschiedung von Klaus-Dieter Völzke aus dem Gemeinderat findet in dessen nächster Sitzung statt, ebenso die Einsetzung seines Nachfolgers Emre Süle.

Der Weggang des bisherigen Schorndorfer Oberbürgermeisters Matthias Klopfer hat auch Auswirkungen auf die Winterbacher Lokalpolitik. Weil Klopfer OB in Esslingen wird, ist auch sein Platz im Kreistag des Rems-Murr-Kreises frei geworden. Nachrücker in der SPD-Fraktion ist der Winterbacher Klaus-Dieter Völzke, der dafür aus dem Gemeinderat zurücktritt. Nachrücker in der SPD-Fraktion im Gemeinderat für ihn ist Emre Süle.

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Völzkes Antrag auf vorzeitiges Ausscheiden aus dem

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