Winterbach

Winterbach bekommt eine moderne Straßenbeleuchtung

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Symbolbild. © Anne-Katrin Walz

Winterbach. Dieses Jahr wird Winterbach an Weihnachten nicht nur im Glanz der Festbeleuchtung strahlen, sondern voraussichtlich auch endlich ordentlich beleuchtete Straßen haben. Neue LED-Leuchten sollen die alten Funzeln ersetzen, die kaum noch die Dunkelheit durchdringen und dabei noch unersättliche Stromfresser sind.

Winterbach ist damit die erste der vier Remstalwerk-Gesellschafter-Gemeinden, deren Straßenbeleuchtung komplett auf die LED-Technik umgestellt wird. Dem Kommunalwerk gehört seit 2017 die Beleuchtung in Winterbach, Remshalden, Kernen und Urbach. Während Kernen und Urbach schon in der Vergangenheit teilweise auf die neue Technik umgestellt haben, liegen Winterbach und Remshalden fast durchweg noch im Schummerlicht der alten Leuchten, die vielfach so in die Jahre gekommen sind, dass sie die Straßen kaum noch richtig erhellen. Nur in einzelnen Bereichen wie der neuen Ortsmitte oder der Straße Am Pflaster gibt es in Winterbach bereits LED-Leuchten. Dazu kommt, dass in der Gemeinde nachts jede zweite Straßenlampe ausgeschaltet ist, um Strom zu sparen, weil die alten Funzeln so viel Energie schlucken.

Remshalden ist als nächstes dran

Remshalden ist die nächste Gemeinde, in der die komplette Straßenbeleuchtung umgerüstet werden soll. Eine Befahrung zur Bestandsaufnahme der derzeitigen Beleuchtungssituation hat dort bereits stattgefunden. Wann es an die Umsetzung geht, ist derzeit aber noch unklar.

In ganz Winterbach werden die Leuchten ab Anfang November ausgetauscht, so zumindest ist es der Plan des Remstalwerks. Es werden neue Leuchtkörper samt Technik auf die bestehenden Masten gesetzt. Sie sollen dann jede Ecke in Winterbach gut ausleuchten und das sehr zielgerichtet, ohne die große Streuung der alten Lampen in die Nacht – Stichwort Lichtverschmutzung. Die LED-Lampen werden auch nachts nicht mehr abgeschaltet, sondern dimmen sich nur selbstständig etwas herunter. Trotzdem sparen sie der Gemeinde Energiekosten in beträchtlichem Ausmaß. Derzeit liegt der Jahresverbrauch an Strom bei der Winterbacher Straßenbeleuchtung bei rund 359 000 Kilowattstunden, nach der Umrüstung geht das Remstalwerk von nur noch 67 000 Kilowattstunden aus.

Infoveranstaltung ist geplant

Weil der neue Lichterglanz für Winterbach natürlich eine große Veränderung bedeutet, wird es voraussichtlich eine Infoveranstaltung für alle Bürger geben. Manchen werde die neue Beleuchtung zunächst zu hell vorkommen, sagt die Geschäftsführerin des Remstalwerks Gabriele Laxander, das sei die Erfahrung bei solchen Umstellungen. Deswegen helfe es, wenn man bereits im Vorfeld erläutere, was man mache und warum. Feineinstellungen, das kündigt das Remstalwerk an, werden nach der Umrüstung nötig sein. „Wir haben Möglichkeiten der Nachjustierung“, sagt Tobias Wiegand, der Technische Leiter des Remstalwerks. Wer sich also plötzlich im Schlafzimmer geblendet sieht, der kann das beim Remstalwerk melden. Man werde nicht sofort alle Wünsche zur Nachjustierung erfüllen können und müsse sie nach und nach abarbeiten, sagt Tobias Wiegand, aber man werde allen nachgehen.

Insgesamt werden rund 1100 Leuchten in Winterbach ausgetauscht. Dabei werden die Formen der alten Leuchten aufgegriffen – außer am Heimatmuseum: Dort hat der Gemeinderat nach längerer und kontroverser Diskussion mehrheitlich beschlossen, dass statt der alten Kugelleuchten welche mit einem zylindrischen Körper und einem Schirm obendrauf kommen.