Winterbach

Winterbach sagt Sommerferienprogramm wegen Infektionsrisiko ab - was machen andere Gemeinden?

Winterbach Kinderferienprogramm in d. Apotheke
Selbst Salbe herstellen in den Sommerferien: Die Winterbacher Michaels-Apotheke hatte im örtlichen Ferienprogramm immer Programmpunkte – dieses Jahr fällt alles aus. © Schneider

Angesichts der aktuellen Aufbruchstimmung nach einer langen, langen Corona-Starre mag dieser Schritt der Gemeinde Winterbach auf den ersten Blick etwas verwundern: Es wird im Ort in diesem Jahr kein Sommerferienprogramm stattfinden. Die Infektionszahlen sinken derzeit immer weiter, die ersten Öffnungsschritte in Einzelhandel, Gastronomie und anderen Bereichen kommen, auch Hotels öffnen wieder, Urlaubsreisen in den Sommerferien scheinen möglich. Aber das Winterbacher Rathaus will lieber noch Vorsicht walten lassen.

„Corona noch nicht überstanden“

Die Absage erklärt die Verwaltung in einer Pressemitteilung so: „Da wir die Situation um und mit Corona leider noch nicht überstanden haben, haben wir uns entschieden auch dieses Jahr kein Ferienprogramm anzubieten.“ Als Träger habe die Gemeinde „eine Verantwortung nicht nur gegenüber den vielen teilnehmenden Kindern, sondern auch gegenüber den etlichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Vereine und Organisationen“.

Körperliche Beeinträchtigungen, die durch eine Infektion hervorgerufen werden, seien nicht versichert, erklärt die Gemeinde: „Demzufolge fallen auch alle im Zusammenhang mit der Infektion stehenden weiteren körperlichen Folgebeeinträchtigungen nicht unter den Versicherungsschutz.“ Der Schluss daraus: „Das Risiko für die Durchführung des Ferienprogramms unter diesen Voraussetzungen wäre für uns als Gemeinde und Veranstalter daher auch in diesem Jahr zu groß.“

An die Kinder, Eltern und Veranstalter gerichtet schreibt die Gemeindeverwaltung: „Wir hoffen deshalb, dass Sie/ihr unsere Entscheidung, die uns nicht leichtgefallen ist, verstehen können/könnt.“

Remshalden: Eingeschränktes Programm

Andere Gemeinden planen im Gegensatz dazu ein Programm für die großen Ferien, die am 29. Juli beginnen. Die Gemeinde Remshalden schreibt auf Anfrage: „Das Sommerferienprogramm wird – ähnlich wie im letzten Jahr – in sehr eingeschränkter Form stattfinden. Eine umfangreichere Gestaltung des Programms lässt die Pandemielage momentan leider nicht zu. Seitens der Gemeinde wird die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) vereinzelt Angebote organisieren. Ansonsten finden alle weiteren Angebote auf Initiative der Remshaldener Vereine statt.“

Rudersberg hat sich entschieden, im Gegensatz zum vergangenen Jahr mit den Vereinen und anderen Anbietern ein Sommerferienprogramm anzubieten, wie Hauptamtsleiter Achim Laidig informiert. Es werde gegenüber normalen Jahren eingeschränkt und an die Pandemiesituation angepasst sein. „Uns war wichtig, dass wir ein Angebot schaffen“, sagt Laidig.

Für die Gemeinde Urbach sagt Rathaus-Mitarbeiterin Heike Bieg zum Ferienprogramm: „Ich denke, wenn die Tendenz der Inzidenzzahlen so bleibt, dann werden wir das auf den Weg bringen.“ Die Gemeinde hat die üblichen Veranstalter gefragt, ob sie sich vorstellen können, in kleinem Umfang, das heißt, mit kleinen Gruppen und möglichst im Freien etwas anzubieten, und hat positive Rückmeldungen bekommen. Es werde natürlich „kein umfangreiches Programmheft“ geben, sagt Heike Bieg. Und: Wenn je die Infektionszahlen sich anders entwickeln, müsse man dann eben doch kurzfristig noch absagen.

Plüderhausen hat sich noch nicht endgültig entschieden. Hauptamtsleiterin Julia Hoffmann äußert sich vorsichtig: „Zum jetzigen Zeitpunkt würden wir nicht davon ausgehen, dass wir definitiv nichts machen. Wir warten noch ab, wie sich die Zahlen und die Vorschriften entwickeln.“

Angesichts der aktuellen Aufbruchstimmung nach einer langen, langen Corona-Starre mag dieser Schritt der Gemeinde Winterbach auf den ersten Blick etwas verwundern: Es wird im Ort in diesem Jahr kein Sommerferienprogramm stattfinden. Die Infektionszahlen sinken derzeit immer weiter, die ersten Öffnungsschritte in Einzelhandel, Gastronomie und anderen Bereichen kommen, auch Hotels öffnen wieder, Urlaubsreisen in den Sommerferien scheinen möglich. Aber das Winterbacher Rathaus will lieber noch

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