Winterbach

„Wir waren als Gesellschaft zu unvernünftig“: Dirk Mölter vom Winterbacher BdS im Gespräch über den Lockdown und eine schöne Aktion für die Kinder im Ort

Nikolausübergabe
500 Nikoläuse für die Schüler der Lehenbachschule Winterbach haben Dirk Mölter (links) und Bürgermeister Sven Müller (rechts) für den gemeinsamen Arbeitskreis Marketing von BdS und Gemeinde an Rektorin Christine Walter-Krause (Mitte) übergeben. © Bund der Selbstständigen

Eigentlich wollten der Winterbacher Bund der Selbstständigen und die Gemeinde Winterbach am kommenden Samstag mehr als 400 Schoko-Nikoläuse in die vor den Haustüren abgestellten Stiefel von Winterbacher Kindern stecken. Doch die Verschärfung der Corona-Verordnung macht die Aktion des Winterbacher Arbeitskreises Marketing unmöglich. Stattdessen wurden die Fairtrade-Nikoläuse nun in der Lehenbachschule und in den Kindergärten verteilt. Wir haben mit Dirk Mölter vom BdS gesprochen. Der Reisebüro-Inhaber hat persönlich eine ziemlich klare Meinung zum harten Lockdown mit den Schließungen von Schulen, Kitas und Geschäften, der an diesem Mittwoch in Kraft tritt.

Nikoläuse als positive Botschaft

Herr Mölter, was steckt hinter der Nikolaus-Aktion?

Wir haben die Aktion ins Leben gerufen, um den Kindern in Winterbach etwas Gutes zu tun, eine positive Botschaft zu senden und zu zeigen, dass es auch noch schöne Sachen gibt. Die Kinder leiden ja unter der derzeitigen Situation. Die Aktion kam auch gut an, wir hatten 430 Anmeldungen. All diesen Kindern wollten wir am Samstag einen Schoko-Nikolaus in den Stiefel stecken.

Dann kam aber der Beschluss zum harten Lockdown mit strengeren Auflagen und Ausgangsbeschränkung.

Ja, deswegen mussten wir umplanen. Stattdessen können sich jetzt die Schüler der Lehenbachschule und die Kindergartenkinder freuen. 500 Nikoläuse haben wir an die Schule geliefert, 300 an die Kindergärten. Den Rest geben wir dem Seniorenheim. Wir kriegen sie auf jeden Fall alle los.

Wie viele sind es denn?

1080 Stück insgesamt.

Nicht nur die Kinder leiden, auch die Gewerbetreibenden, seien es nun Einzelhändler, Gastronomen oder Hoteliers, haben es ziemlich schwer durch die Pandemie. Wie sehen Sie die Verschärfung der Maßnahmen und die Schließungen, die viele Geschäfte treffen?

Ich persönlich bin froh, dass der Lockdown jetzt so kommt.

Warum?

Wegen dem, was die letzten Wochen teilweise ablief. Wir als Gesellschaft waren einfach zu unvernünftig. Die Bundesregierung hat uns an der langen Leine gelassen, aber wir waren einfach nicht fähig, das umzusetzen, was wünschenswert wäre. Ich glaube ganz einfach, wir kriegen das jetzt nicht mehr ohne harten Lockdown hin. Je schneller wir alles zurückfahren, desto schneller können wir wieder ins normale Leben zurückkehren. Das ist meine persönliche Meinung. Die kann ich auch haben, mich trifft das als Reisebüro-Inhaber mit am meisten. Mir liegt einfach nur dran, dass wir das relativ schnell in den Griff kriegen und vielleicht 2021 wieder ein bisschen normaler leben können.

Eigentlich wollten der Winterbacher Bund der Selbstständigen und die Gemeinde Winterbach am kommenden Samstag mehr als 400 Schoko-Nikoläuse in die vor den Haustüren abgestellten Stiefel von Winterbacher Kindern stecken. Doch die Verschärfung der Corona-Verordnung macht die Aktion des Winterbacher Arbeitskreises Marketing unmöglich. Stattdessen wurden die Fairtrade-Nikoläuse nun in der Lehenbachschule und in den Kindergärten verteilt. Wir haben mit Dirk Mölter vom BdS gesprochen. Der

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