VfB Stuttgart

Matarazzo-Premiere geglückt: 3:0-Sieg gegen Heidenheim

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Stuttgart.
Keine Becker-Faust, kein Urschrei in den Nachthimmel über Bad Cannstatt und auch kein artistischer Luftsprung: Seine ersten drei Punkte als neuer Cheftrainer des VfB Stuttgart bejubelte Pellegrino Matarazzo lediglich mit einem verschmitzten Lächeln und einer Dankesrunde beim Trainerteam und den Ersatzspielern. Beim 3:0 (1:0) über den 1. FC Heidenheim zeigte seine Mannschaft am Mittwochabend eine von der ersten bis zur letzten Sekunde konzentrierte Leistung.

Kapitän Marc Oliver Kempf (31.), Nicolas Gonzalez (75.) und Mario Gomez (86.) trafen vor 52.585 Zuschauern gegen vor allem im ersten Durchgang erschreckend harmlose Heidenheimer. Der Start in die Restrunde und ins neue Jahr ist damit geglückt. Stuttgart rückt durch den Sieg mit nun 34 Punkten vorerst auf den zweiten Tabellenplatz vor und vergrößerte den Abstand auf die viertplatzierten Heidenheimer auf vier Zähler.

Weniger Spektakel, mehr Ordnung

Dass der VfB mit einem neuen Trainer aus der Winterpause kam, war kaum zu übersehen. Anders als unter Matarazzos Vorgänger Tim Walter spielten die Schwaben mit einer Grundordnung, in welcher die VfB-Profis konsequent ihre Positionen hielten. Wild und teils spektakulär ging es nicht mehr zu, dafür stand der Aufstiegsfavorit unter dem 42-Jährigen in der Defensive deutlich sicherer.

Die Heidenheimer kamen nur zu wenigen Chancen, und wenn sie mal eine hatten, wehrte VfB-Keeper Gregor Kobel sie meist sicher ab. Matarazzo hatte sich auf den Schweizer als Nummer eins festgelegt, Gomez beließ er dagegen bis kurz vor Schluss auf der Bank. Unmittelbar nach seiner Hereinnahme sorgte der Ex-Nationalstürmer auf Vorlage von Philipp Förster aber direkt für den Endstand. Die wohl interessanteste Umstellung aber hatte der US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln in der Viererkette vorgenommen, wo Atakan Karazor innen und Kapitän Kempf auf der linken Außenbahn verteidigte.

Genau wie Pascal Stenzel auf der anderen Seite schaltete sich auch Kempf regelmäßig ins Offensivspiel ein - und das zahlte sich aus. Nach einer Flanke von Daniel Didavi scheiterte Kempf zunächst per Kopfball an FCH-Torhüter Kevin Müller, verwertete dann aber den Abpraller zur verdienten Führung. Der Druck des VfB war schon davor immer größer geworden, Hamadi Al Ghaddioui (25.) und Orel Mangala (30.) vergaben aber jeweils knapp. Gonzalez machte es später per Kopf besser, als er eine schöne Flanke von Borna Sosa zum 2:0 nutzte.

Für den VfB geht es am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli weiter. Anpfiff im Stadion am Millerntor ist um 13 Uhr (ZVW-Liveticker). Der 1. FC Heidenheim empfängt am Sonntagmittag um 13.30 Uhr die SG Dynamo Dresden in der heimischen Voith-Arena.


VfB Stuttgart - 1. FC Heidenheim 3:0 (1:0)

Stuttgart: Kobel - Kempf, Karazor, Philipps, Stenzel - Endo, Mangala - Gonzalez (84. Gomez), Didavi (72. Sosa), Förster (87. Massimo) - Al Ghaddioui

Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf - Dorsch - Schnatterer (70. Föhrenbach), Mohr (70. Schimmer), Kerschbaumer, Leipertz - Kleindienst (78. Otto)

Tore: 1:0 Kempf (32.), 2:0 Gonzalez (75.), 3:0 Gomez (86.)

Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach)

Zuschauer: 52.585

Gelbe Karten: Karazor (54.), Endo (59.) / Kleindienst (39.)