VfB Stuttgart

Mehr Frust als Freude: Warum das 2:2 den VfB und Eintracht Frankfurt hadern lässt

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. Eintracht Frankfurt
Sorgte mit seinem Treffer für das zwischenzeitliche 2:0: VfB-Kapitän Gonzalo Castro. © Pressefoto Baumann

Wirklich glücklich war keiner. Weder beim VfB Stuttgart, der auch im vierten Anlauf seinen ersten Heimsieg der Saison verpasste. Noch bei der Eintracht aus Frankfurt, die an diesem Samstag zwar große Moral bewies, in der Fußball-Bundesliga mittlerweile aber schon seit vier Partien nicht mehr gewonnen hat. Der schwäbische Aufsteiger kam gegen die Hessen am Samstag trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung durch Tore von Nicolas Gonzalez (17. Minute, Foulelfmeter) und Gonzalo Castro (37.) nur zu einem 2:2 (2:0). 

Die Stimmen zum Remis in der Stuttgarter Arena:

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo: „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel reinzukommen, da Frankfurt etwas anders als angenommen verteidigt hat. Im Laufe der ersten Hälfte sah unser Spiel dann aber gut aus. Wir haben die Räume gefunden, sodass ich zufrieden mit der ersten Hälfte bin. In die zweite Hälfte sind wir dann gut reingekommen und waren am 3:0 näher dran, als die Frankfurter am 1:2. Nach dem Anschlusstreffer sind wir dann aber in eine gewisse Passivität reingerückt. Frankfurt dagegen ist immer aggressiver und stärker geworden. Das war eine Phase, die mir nicht gefallen hat. Nach dem 2:2 haben wir aber wieder mehr Fußball gespielt und wieder höher gepresst. Man darf auch nicht vergessen, dass Frankfurt eine Mannschaft mit internationalen Ambitionen ist. Nach dem Spielverlauf ist das Unentschieden in Ordnung, auch wenn es etwas wehtut, wenn man eine 2:0-Führung hergibt.“

Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter: „Wir haben heute ein gutes Bundesliga-Spiel gesehen mit zwei Mannschaften, die ein hohes Tempo gegangen sind. In der ersten Hälfte hatte Stuttgart mehr vom Spiel und war insgesamt griffiger. Trotzdem haben sich uns auch Chancen geboten. In der zweiten Hälfte haben wir zunächst Glück, dass Stuttgart den Sack nicht zu macht. Aufgrund der zweiten 45 Minuten geht das Unentschieden aus meiner Sicht in Ordnung, da wir sehr viel investiert haben.“

VfB-Kapitän Gonzalo Castro: „Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt. Frankfurt hat zunächst keinen Zugriff auf unser Offensivspiel bekommen. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir dann unsere Chancen nicht genutzt, um unseren Vorsprung auszubauen. Dann wäre die Partie entschieden gewesen. So kommt Frankfurt nochmal ran und verfügt über eine Mannschaft, die einen solchen Rückstand wettmachen kann. Wir hätten bereits auf Schalke gerne die drei Zähler mitgenommen und auch aus dieser Partie. So tut es ein bisschen weh, dass wir aus diesen beiden Spielen statt sechs nur zwei Punkte geholt haben. Abgesehen vom Ergebnis war es heute aber wieder wichtig, wie wir aufgetreten sind. Wir werden auch aus diesem Spiel lernen.“

VfB-Abwehrspieler Marc Oliver Kempf: „In der ersten Hälfte haben wir versucht, nach vorne zu kombinieren, uns sind auch sehenswerte Angriffe gelungen und zwei unserer vielen Chancen haben wir genutzt. Zu Beginn des zweiten Durchgangs haben wir es dann verpasst, den Deckel drauf zu machen. Wir waren nicht mehr so griffig in den Zweikämpfen und so ist es dann schwer gegen eine Mannschaft mit den Qualitäten, die Frankfurt besitzt. Es war unter dem Strich eine ordentliche Leistung von uns heute.“

Der Blick auf die Tabelle