Kleine Kehrwoche

Auf dem Weg zum Mars

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Umzüge auf den Mars sollen schon bald für alle Erd-Emigranten "erschwinglich" sein. © Pixabay
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Umzüge auf den Mars sollen schon bald für alle Erd-Emigranten "erschwinglich" sein. © Pixabay

Der Mars beflügelt Fantasien. Das nächste Ziel der irdischen Raumfahrt rückt gefühlt immer mehr in greifbare Nähe. In dem Song „On my way to mars“ begeben sich die Band Somersault und Xavier Naidoo – den mancher indes bis vor kurzem noch eher „zum Mond geschossen“ hätte – auf große Mission. Und mit dem Namen seiner Band „Thirty Seconds to Mars“ macht Jared Leto zudem eine äußerst ambitionierte Zeitvorgabe. Ganz so schnell wird’s wohl nicht gehen. Jedoch, so deutet ein Statement von Elon Musk an, darf nun jeder träumen!

Gut, man könnte das Ganze auch als Marketing werten. Immerhin hat Elon Musk grade mal eben schlappe 44 Milliarden Dollar für Twitter auf den Tisch gelegt, da braucht er wieder Einnahmen. Und so gibt er für alle ein ambitioniertes Sparziel vor: Ein One-Way-Ticket zum Mars soll es – sofern erstmal erhältlich – für jedermann zum Preis von unter 100.000 Dollar geben. Mit diesem aus seiner Sicht „Lockangebot“ möchte er bis 2050 mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX bis zu einer Million Menschen auf den roten Planeten bringen. Losgehen könnte es bereits 2029 mit den ersten Passagieren.

Die Anzahl der Mars-Pioniere soll siebenstellig sein, weil es so viele Leute brauche, um dort eine Stadt zu errichten. Wer das vorhat, der könne sein Haus auf der Erde verkaufen, rechnet Musk vor, und schwupp: Schon sei das Flugticket erschwinglich. HAHA!, denkt sich der Deutsche, wenn der Musk wüsste, was hierzulande eine Haus kostet, das reicht locker für zehn Tickets! Und zwar erster Klasse! Was dann aber ein Grundstück samt Eigenheim auf dem Mars wohl kostet, nunja, das ist bislang noch eher spekulativ. Und ob man da überlebt ebenso.

Aber hey, man wird jawohl noch träumen dürfen. Eines hat Elon Musk immerhin schonmal gesichert: Die Anbindung der Mars-Kolonie an Social Media. Wird ja nicht so schwer sein, ein paar SpaceX-Satelliten gleich mit rüber zu schicken, damit Twitter dort funktioniert. So ist der interplanetare Austausch von Selfies, Streams und Storys zwischen gewährleistet. – Werbung inklusive!

Für mich wäre das nichts: Sieben Monate, mindestens 210 Tage, in einem Raumschiff, um einen roten Felsbrocken zu besiedeln – meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Da spare weiter auf eine Immobilie auf der Erde. Wobei – vielleicht ist da der Mars dann doch realistischer.

Mars macht mobil! Es grüßt Ihr Mathias Schwappach