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Ausstellung: „Vom Photo zum Selfie“

Museum Welzheim
Porträts und Familienbilder sind nach wie vor ein großer Teil der professionellen Fotografie. © Herbert Soukopp

Welzheim. Heute eine Selbstverständlichkeit: „Handy zücken, abdrücken und schon haben wir ein Selfie im Kasten“ – doch wie war es, als alles begann? Das können Interessierte in der Ausstellung „100 Jahre Fotografie in Welzheim – Vom Photo zum Selfie“ ab Sonntag, 15. Mai, im Museum Welzheim, Pfarrstraße 8, erfahren.

Die ersten Fotografen waren die Porträtmaler. Verbreitet hat sich die Fotografie auch durch wandernde Fotografen, sie trugen dazu bei, dass sich die neuartige Technik im Land verbreitete.

Vor hundert Jahren, im Jahre 1921, eröffnete das erste Fotoatelier in Welzheim. Gegründet wurde es von Gottlob und Elsa Kühnle in der Kernerstraße. Porträts, Familienbilder, Aufnahmen von Gruppen und Vereinen sowie Passbilder waren die Schwerpunkte. Ansichtskarten von Welzheim und Umgebung wurden auch mit angeboten.

Im Jahr 1963 trat Fritz Kühnle die Nachfolge im elterlichen Fachgeschäft an, seine Tochter Kerstin Kühnle-Baum führt nun das Fachgeschäft in der dritten Generation.

Kundenwünsche blieben gleich

Die Fotografie erlebte in den letzten Jahren eine komplette Veränderung der Technik. Weg vom Filmmaterial Zelluloid, hin zur digitalen Technik. Doch auf die Wünsche der Kunden in den letzten hundert Jahren hatte dies keinen Einfluss. Aufnahmen von Hochzeiten, Porträt- und Familienbilder, Schul- und Passbilder sowie Businessaufnahmen, sind weiterhin ein Teil der professionellen Fotografie.

Das Aufkommen von Kleinbildkameras in den 1920er Jahren ermöglichte auch Privatpersonen, ihre persönlichen Aufnahmen selbst zu erstellen. Die einfache Bedienung und die Verwendung von Kleinbild- und Rollfilmen, die eine gute Bildqualität ermöglichten, trugen zur Verbreitung der Fotografie bei.

Archiv mit Aufnahmen rund um Welzheim

Die Firma „foto-kühnle“, die seit 100 Jahren eng mit der Stadt Welzheim verbunden ist, besitzt ein großes, über die Jahre gewachsenes Archiv. Hierin sind Bilder und Motive rund um die Stadt Welzheim und deren Bewohner sowie der Honoratioren enthalten.

Doch die Entwicklung ging weiter. Heute im Zeitalter der Mobiltelefone steht uns das digitale Fotografieren überall zur Verfügung. Doch wie interessant ist die große Menge der Aufnahmen? Ja, digitale Aufnahmen werden heute über das Handy schnell und in großer Anzahl verbreitet. Aber ein ausgedrucktes oder entwickeltes Bild, das man in die Hand nehmen kann, hat auch seinen Reiz.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Familie Kühnle von „foto-kühnle“ erstellt.

Weitere Informationen rund ums Museum findet man auf www.museumwelzheim.de.

Geöffnet ist das Museum Welzheim in der Pfarrstraße 8 jeden Sonntag von 13 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.