Kleine Kehrwoche

Bekloppte böse Buben (32)

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Symbolbild. © Gina Sanders - Fotolia

Was nimmt ein Einbrecher alles zum Beutezug mit? – Es scheint Schelme da draußen zu geben, die da durchaus seltsame Prioritäten setzen – selten zum eigenen Vorteil.

So machte es ein Einbrecher aus Bielefeld der Polizei doch einigermaßen einfach, zumal er bei seinem Einbruch in einen Bürokomplex in einem der Räume seinen Personalausweis liegengelassen hatte. Zuvor hatte er eine Scheibe der Eingangstür eingeschlagen und im Gebäude nach Elektrogeräten gesucht. Zwar hat er auch ein paar gefunden und zum Abtransport bereitgelegt – er wurde dann jedoch von einem Sicherheitsmitarbeiter gestört, der seinerseits wiederum die Polizei alarmierte.

Den Dieb selbst trafen die Beamten zwar nicht mehr an, er war ohne Beute getürmt. Was sie jedoch fanden, war der Personalausweis, der dem 30-Jährigen vermutlich aus der Tasche gerutscht war. Außerdem fanden sie auch noch sein Fahrrad, seine Jacke und eine leere Flasche Sekt, die er allesamt hatte am Tatort liegenlassen. Den polizeibekannten Mann erwartet nun ein Strafverfahren.

Ähnlich erging es einem Einbrecher aus Altenriet in Baden-Württemberg. Nachdem in einer Gaststätte eine Alarmanlage losging, hatten Nachbarn die Polizei alarmiert. Diese kam zwar etwas zu spät: Als die Beamten eintrafen, waren die Einbrecher bereits samt eines Fernsehers und Bargeld aus der Gaststätte entwischt. Allerdings waren sie bei ihrem Beutezug etwas unachtsam, was zumindest einem von ihnen auch zum Verhängnis wurde: Jener hatte beim Verlassen des Tatorts seine Schülermonatskarte verloren. Erschwerend kam hinzu, dass der Abtransport eines Fernsehers nicht ganz unauffällig ist. So waren der Einbrecher samt seines vermutlichen Kumpans in unmittelbarer Nähe der Gaststätte bei einer Kontrolle aufgefallen. Beide wurden festgenommen.

Ein 19-jähriger Einbrecher hat sich beim Scheitern seines Coups die Flucht vor der Polizei geschenkt und sich an einer anderen „Exit-Strategie“ versucht: Nachdem er mit einem Komplizen in eine Hochparterre-Wohnung in Lichtenberg eingestiegen war, und die von Anwohnern alarmierte Polizei eintraf, suchte er sich lieber ein tolles Versteck – im Bettkasten. Wo sein 17-Jähriger Kumpan sich verbarg, das wird leider nicht berichtet. Jedenfalls konnte die Polizei beide – samt des bereits in Taschen verstauten Diebesguts – noch am Tatort festnehmen.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach