Kleine Kehrwoche

Bekloppte Böse Buben (45)

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Warum ein Brite 1263 Mal bei einer Notfallnummer anrief, über Füße sprechen wollte und nun mächtig Ärger hat, das ist heute eines der Themen der "Bekloppten Bösen Buben". © Tookapic / Pixabay

Wenn man’s mit bestimmten Vorlieben übertreibt, so zieht das oft seltsame Folgen nach sich. Für die Betroffenen manchmal ernste, für die Betrachter aber meist lustige.

Ein britischer Fußfetischist etwa hat sich allzu oft einen Spaß daraus gemacht, bei einer Beratungs-Hotline des britischen Gesundheitsdienstes anzurufen. Ganze 1263 Mal soll er die kostenlose Notfallnummer gewählt und dabei falsche Namen und Kontaktadressen angegeben haben – und reden wollte er freilich: über Füße. Eher ungeschickt versuchte er, die Mitarbeiter dazu zu bewegen, über deren eigene Füße zu sprechen. Dafür wurde dem 45-Jährigen vom Gericht letztlich auferlegt, 200 Sozialstunden zu leisten, 200 Pfund zu bezahlen und 16 Wochen Gefängnis auf Bewährung. Das war noch glimpflich, denn der entstandene Schaden beträgt 25.700 Euro.

Übertrieben hat’s auch ein Bayer, der mit einer Bierkiste auf seinem Moped im österreichischen St. Pantaleon von der Polizei gestoppt wurde, weil er Schlangenlinien fuhr. Unumwunden gab der Mann aus dem Berchtesgadener Land bei der Kontrolle bereitwillig zu, dass er keinen Führerschein besaß, sein Kennzeichen ungültig sei und er freilich auch schon ein paar Bier aus seiner Kiste getrunken hätte. Einen Joint habe er zudem auch noch geraucht. Einen damals nötigen Coronatest oder Ausweis suchten die Beamten vergebens. Als i-Tüpfelchen zog sich der Mann dann auch noch unaufgefordert bis auf die Unterhose aus und begründete dies so, dass das bei Polizeikontrollen in Deutschland so üblich sei. Wie man mit solchen „Piefken“ in Österreich verfährt, davon durfte sich der Mann danach selbst ein Bild machen.

Zu guter Letzt war da noch das fröhliche Trio aus Oldenburg – alle äußerst hilfsbereit, aber nicht gerade die hellsten Kerzen im Leuchter. Zunächst wurde einer in der Nähe von Oldenburg bei einer Fahrzeugkontrolle positiv auf Drogen getestet und sogleich mit auf die Wache genommen. Fahren durfte er deshalb nicht mehr, also bat er telefonisch einen Freund, ihn abzuholen. Als jener dann bei der Dienststelle eintraf, wirkte er ebenfalls etwas berauscht, was ein Drogentest belegte. Zum Glück hatten die beiden aber noch einen Kumpel, der Taxi spielen sollte. Jedoch – Oh Schreck! – auch der hatte bei Ankunft auf der Wache schon merklich einen durchgezogen. Wie die Jungs letztlich wieder heim kamen, ist nicht überliefert. Womöglich sitzen inzwischen noch mehr dort.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach