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Christian Baron liest in der Glockenkelter

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Christian Baron
Der Berliner Schriftsteller Christian Baron. © siehe Bildtext
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Ein Mann Seiner Klasse
Christian Baron liest am Sonntag aus seinem Spiegel Bestseller „Ein Mann seiner Klasse. © siehe Bildtext

Das Anfang 2020 erschienene Buch rückt Armut in Deutschland in den Blick der Öffentlichkeit und macht greifbar, was es eigentlich bedeutet, in einer „Klassengesellschaft“ zu leben - mehr als jede nüchtern vorgetragene Statistik zu Armutsentwicklung oder Bildungsgerechtigkeit.

„Ein Mann seiner Klasse“ ist eine packende und warmherzige autobiografische Erzählung über Kindheit und Jugend in sozialen Verhältnissen, die allzu gerne von der Mehrheitsgesellschaft verdrängt werden. Aus der Sicht seiner Erinnerungen als Kind und Jugendlicher vermittelt Baron Einsichten zu Gefühlen wie der Scham, die in Armut lebende Menschen häufig empfinden, zu verqueren Männlichkeitsbildern, zur strukturellen Gewalt schlecht bezahlter, gesundheitszerstörender Arbeit, die sich in häuslicher Gewalt und Alkoholkonsum niederschlägt, zur Verteilung von Sorgearbeit zwischen Frauen und Männern und nicht zuletzt zur übermenschlichen Leistung, die arme Eltern vollbringen, um für ihre Kinder den Hauch einer Chance auf eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ein Buch aus der Sicht der Menschen „ganz unten“.