Tipps der Redaktion

Farbe tut gut: Ein Blütenfest für den Winter

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Winterblüher
Winterblüher schaffen stimmungsvolle Szenen in der kalten Jahreszeit. © siehe Bildtext
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Winterblüher
Die Winterkirsche ist eine besonders früh blühende Art der Zierkirschen. © Blumen - 1000 gute Gründe

Bei Winterblühern ist vor allem eins wichtig: Man sollte sie so stellen oder pflanzen, dass man sie von drinnen gut sehen kann oder öfter daran vorbeikommt.

Das erfreut uns dann ebenso wie viele Insekten, wenn sie an Tagen mit milder Witterung unterwegs sind.

Die Stars: Christrosen

Der Star der Winterblüher ist die Christrose (Helleborus niger): Sie zeigt ihre weißen Sternblüten hierzulande in den Monaten Dezember und Januar. Dekoriert mit ein paar Tannenzapfen oder anderen natürlichen Accessoires sorgt sie für eine herrlich festliche Stimmung auf dem Balkon oder der Terrasse.

Die Christrose ist auf jeden Fall eine wertvolle Bereicherung für den Garten: Wenn es ihr an einem Standort gefällt, wird sie mit den Jahren immer schöner. Dafür braucht sie nur einen luftigen Platz im Schatten oder Halbschatten mit lockerem, nährstoffreichem Boden.

Bunte Schneeheide

Bunte Blüten sind in den Wintermonaten selten. Eine Ausnahme ist die Schneeheide (Erica carnea). Da sie ihre bunten Blütenknospen bereits in den Monaten November und Dezember ansetzt, bringen sie Farbe in den Garten oder auf die Terrasse.

Die Hauptblütezeit ist ab Februar - genau richtig für die ersten frühen Insekten. Die Schneeheide mag es sonnig bis halbschattig und bevorzugt einen lehmigen Boden, der allerdings nicht zu Staunässe neigen sollte.

Blüten bis in den Januar

Unter den Zwiebelblühern gibt es ebenfalls einige, mit denen man die Blütensaison in den Dezember und Januar verlängern kann. (Pracht-)Herbst-Krokusse (Crocus speciosus oder Crocus ligusticus) blühen je nach Sorte ab September und bis in den Januar. Eine ähnliche Blütezeit hat auch die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale).

Das kann man schon einmal fürs nächste Jahr einplanen: Die beste Pflanzzeit für die Zwiebeln im Garten ist nämlich der August. Wer in seinem Beet im Frühjahr Bärlauch ernten möchte, sollte allerdings aufpassen: Die Herbstzeitlose hat ähnliche Blätter, ist aber giftig.

Winterblühende Sträucher

Wer mehr Platz hat, für den gibt es einige winterblühende Sträucher. Die Zaubernuss (Hamamelis) bezaubert im wahrsten Sinne des Wortes mit duftenden, zarten Blüten ebenso wie mit einem elegant-trichterförmigen Wuchs. Auch verschiedene Arten des Schneeballs (Viburnum farreri oder Viburnum x bodnantense) locken im Winter mit Duft und hübschen Blütentrauben in Weiß bis Rosa.

Beide Sträucher freuen sich über einen sonnigen Platz und etwas Schutz vor strengen Winden. Während der Schneeball aber wenig kritisch ist, was die Beschaffenheit des Bodens angeht, hat die Zaubernuss hohe Ansprüche: Locker, nicht trocken, aber auch nicht zu feucht und sehr nährstoffreich sollte er sein.

Ähnlich pflegeleicht wie der Schneeball ist auch die Winter-Kirsche (Prunus subhirtella „Autumnalis“). Dabei handelt es sich tatsächlich um eine Auswahl der Zierkirsche mit den klassischen rosa Blütenbüscheln, die allerdings durch eine Laune der Natur schon im Dezember bei kurzzeitig milderen Temperaturen aufblühen.

Weitere Informationen und Anregungen gibt es auf www.1000gutegruende.de.