Kleine Kehrwoche

Heidi, Kirk und Papageien

Papagei
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„Woher bekommen Sie nur immer all diese Geschichten?“ – Das werde ich oft gefragt, wenn mich jemand auf die Kolumne anspricht. Im Grund ist das ganz einfach: Da ich ohnehin viel Zeitung und Online-Medien lese, drängen sich recht viele Themen geradezu auf. Und manchmal, wenn sie in keine meiner Serien passen, dann verarbeite ich sie auch mal in einer Sammel-Kolumne. Wie heute.

Erinnern Sie sich noch an die Zeichentrickserie und auch den Film „Heidi“? In beider Anfangssequenz ist das Mädchen auf einer Schaukel vor Alpenkulisse zu sehen. Und das war für Gondelbetreiber im japanischen Hakuba nun Grund genug, eine ebensolche Schaukel-Möglichkeit für Touristen zu schaffen. Hoch oben auf dem 1289 Meter hohen Berg Iwatake kann man nun also auf der zweisitzigen Schaukel „Yoo-Hoo!“ Platz nehmen, in berauschender Höhe im Schwung den Blick auf Japans nördliche Alpen genießen – und gegen Gebühr erklingt beim Schaukeln sogar auch noch ein Lied. – Juu-Huu!

Mit einem „Juhu“ dürften viele passionierte Star-Trek-Fans auch reagiert haben, als sie erfuhren, dass ihr „Captain Kirk“ höchstpersönlich nun auch unter die Sänger gegangen ist. Der Schauspieler William Shatner hat jüngst seine erste Platte mit dem Titel „The Blues“ herausgebracht. Eingespielt wurde das Werk mit mehreren verschiedenen namhaften Künstlern, wie etwa dem Ex-Deep-Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore. Gleich am ersten Wochenende setzte sich die Platte an die Spitze der US-iTunes-Charts in der Kategorie Blues-Alben. Unter Star-Trek-Fans wird spekuliert, was Shatners einstiger Kollege DeForest Kelley alias Doktor McCoy auf Anfrage zum Mitsingen womöglich gesagt haben könnte: „Verdammt, Jim, ich bin Arzt und kein Sänger!“

Und dann war da noch die Geschichte von fünf fluchenden Papageien in einem englischen Zoo. „Wir sind es ziemlich gewohnt, dass Papageien fluchen, aber wir hatten noch nie fünf gleichzeitig“, so wird Steve Nichols, der Chef des Lincolnshire Wildlife Centres, zum Thema zitiert. Beschwerden von Besuchern habe es zwar noch nicht gegeben, deren Reaktionen waren sogar eher amüsiert. Trotzdem habe man die Proleten-Papageien Billy, Eric, Tyson, Jade und Elsie nun aufgeteilt – um Kinder vor Schimpfworten zu bewahren. Offen bleibt, ob nun tatsächlich die Kinder solche Worte von Papageien lernen – oder umgekehrt? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach