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Neuer Kunstgenuss im Freien für ein ganzes Jahr

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Crash
„Crash“, Guido Messer, Köpfe am Korber Kopf. © Manfred Schneider
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Asparago
„Asparago“, Herbert Mehler, Köpfe am Korber Kopf. © Manfred Schneider

Korb. Die Projektgruppe „Köpfe am Korber Kopf“ hat die 15. Runde der Skulpturenausstellung eröffnet. Neuer Kunstgenuss für ein ganzes Jahr, und das mit Abstand und im Freien – das verspricht die Freiluftausstellung auf einem etwa 1,5 Kilometer langen Rundweg mit zehn neuen Kunstwerken.

Es war nicht einfach, die nächste Skulpturenausstellung zu organisieren: Persönliche Treffen, auf denen manche Ideen entstehen, fielen weg, Kontakte liefen über Telefon oder digital. Umso erfreulicher, dass trotzdem eine nächste Köpfe-Runde entstanden ist - und was für eine! An acht von zehn Standorten fehlen die Köpfe! „Die Welt steht Kopf“ dachte sich wohl das Kuratorenpaar Ruth und Guido Messer und befanden, dass es Zeit wäre, auch bei den Kunstwerken nach den Köpfen zu suchen. Und diese lassen sich finden, denn, so Kunsthistorikerin Ute Schönfeld-Dörrfuß in einem eigens dafür aufgelegten Zusatzflyer, „im 15. Jahr der Korber Köpfe sind wir längstens gewohnt, nicht mehr nur nach realen Köpfen Ausschau zu halten, sondern unseren eigenen Kopf zu benutzen und uns mit allen Sinnen den Objekten zu nähern, die für uns ein Jahr lang ausgestellt sind“.

Nicht immer findet man einen Kopf

„Wir haben eine spannende und sportliche Runde“ befindet Kurator Guido Messer und verweist auf die Werke der „Endlosschleife“ von Sonja Edle von Hoeßle, auf die „Amphoren ins Gespräch vertieft“ von Willi Weiner, auf seine eigene Arbeit „Crash“, auf den fein kannelierten „Asparago“ von Herbert Mehler, auf das „Selbstbildnis als Wannenbader“ von Joachim Sauter, auf die eigens für die Korber Köpfe gefertigten „korber keuper-eier“ von Renate Hoffleit und auf das zwei Tonnen schwere „Große Weizenkorn“ von Hermann Bigelmayr. Hinzu kommen die fein gearbeiteten Sandsteinreliefs der Waldorfschule Engelberg, die „sprechenden“ Köpfe der Staufer-Gemeinschaftschule sowie die phantasiereichen Büsten der Salier-Gemeinschaftsschule, beide aus Waiblingen. Auch letztere Arbeit ist ohne Köpfe, doch mit der Einladung an die Betrachterinnen und Betrachter, sich mit den eigenen fürs Erinnerungsfoto dahinter zu stellen.

Zwar musste das Eröffnungsfest pandemiebedingt ausfallen, doch hoffen die Aktiven rund um die Köpfe, dass geplante Begleitveranstaltungen stattfinden können. Eine erste ist für das Wochenende am 3. und 4. Juli geplant, jeweils um 19 Uhr. Unter dem Titel „Wo Köpfe rollten“ wird zu Schauspiel, Rezitation und Musik mit den Künstlern Dietrich Schulz und Ebbi Grözinger geladen.

Inspiration ist dabei die Marmorskulptur von Joachim Sauter an Standort 7 des Skulpturenrundwegs. Weitere Infos - auch zu Führungen mit und ohne Weinprobe - gerne unter0 71 51/30 59 82 oder über www.korb.de.