Kleine Kehrwoche

Per Bootcamp zur „Madonna“

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Das Porträt einer Pop-Ikone: Wer "Madonna" sein will, braucht den Drill! © TheFealdoProject / Pixabay

Großer Beliebtheit bei den Zuschauern erfreuen sich derzeit die sogenannten „Biopics“: Filme über das Leben berühmter Persönlichkeiten. Seien es ein Freddy Mercury in „Bohemian Rhapsody“, ein Elton John in „Rocket Man“ oder – schon etwas länger her – ein Johnny Cash in „Walk the line“: Es ist für Zuschauer und Fans besonders interessant, unterhaltsam und spannend, in die Lebensgeschichten solcher großer Musiker einzutauchen.

Eine Geschichte darf in dieser Riege freilich nicht fehlen: die von Madonna. Die 1958 geborene Madonna Louise Ciccone, die bereits als Schauspielerin, Regisseurin, Songschreiberin, Produzentin und Designerin, jedoch vor allem als äußerst erfolgreiche Sängerin bekannt wurde, ist an dem Film über ihre Geschichte selbst beteiligt. Gemeinsam mit der Produktionsfirma Universal hat sie sogar ein „Bootcamp“ veranstaltet, wo sich jene zwölf Schauspielerinnen, die bereits in die engere Wahl für die Hauptrolle gekommen waren, nun beweisen mussten.

Im Branchenmagazin „Variety“ wird das ungewöhnliche Casting beschrieben. Demnach kümmerte sich Madonna persönlich darum, zusammen mit ihrem Team und mehreren Choreographen. Bis zu elf Stunden täglich wurden die Kandidatinnen – darunter etwa Florence Pugh aus „Little Women“ oder „Euphoria“-Star Alexa Demie – genauestens unter die Lupe genommen, sowohl beim Training als auch bei Zusammenkünften mit Madonna. Das Bootcamp bildet den Abschluss einer seit vier Monaten anhaltenden Spekulation, wer die Rolle nun bekommt: Geschafft hat es Julia Garner, die bislang vor allem aus der Netflix-Serie „Inventing Anna“ kennen.

Madonna ist Teil des Autoren-Teams für das Drehbuch. In der Geschichte wird voraussichtlich die „Blond Ambition“-Tournee aus dem Jahr 1990 eine zentrale Rolle spielen. Deshalb war es der hoch perfektionistisch veranlagten Madonna auch wichtig, dass die Schauspielerin, welche in ihre Tanzschuhe schlüpft, diese auch richtig ausfüllt: Tanz und Gesang mussten aufwendig trainiert werden, um eine authentische „Madonna“ zu spielen.

Die „Queen of Pop“ möchte in dem Film die „Achterbahn ihres Lebens“ mit vielerlei inspirierenden Geschichten erzählen. Im Mittelpunkt von allem stehe indes die Musik, die sie stets „am Laufen gehalten“, derweil die Kunst sie „am Leben erhalten“ habe. Man darf gespannt sein!

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach