Kleine Kehrwoche

Vorfreude statt Stress

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Weihnachtsstress? Einfach mal hinsetzen, entspannen und überdenken, welche Dinge wirklich nötig sind. © Pixabay

Na, sind Sie schon so richtig in Weihnachtsstimmung? Gut eine Woche vor Heiligabend kommt für manchen der Termin dann doch schneller näher, als man es sich wünschen würde. Vor allem dann, wenn noch nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen oder wenigstens eingetaktet sind. Blicken wir gemeinsam auf die To-Do-Liste.

Plätzchen backen: Seien wir ehrlich, wenn das bis jetzt noch nicht geklappt hat, wird's nun zeitlich etwas eng. Also entweder ganz lieb bei back-affinen Freunden fragen, oder vielleicht eine Plätzchen-Mischung von einem hiesigen Bäcker kaufen. Die sind auch richtig lecker! Generell sollte das Thema „Essen über die Feiertage“ nun langsam beschlossen werden, um dann auch eventuelle Vorbestellungen bei Metzger und Co. rechtzeitig zu platzieren. Im Zweifel: Ein leckerer Braten mit Beilagen geht immer. Man braucht das Rad nicht neu erfinden.

Das Thema Geschenke ist auch jedes Jahr aufs Neue spannend. Sie sollen originell, hochwertig, gut durchdacht, hübsch präsentiert und freilich für den Empfänger individuell und nach dessen aktueller Präferenz ausgewählt sein. Und dann wäre da freilich noch das Budget: Gemäß einer Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov planen 36 Prozent der Deutschen bis zu 250 Euro ein; 25 Prozent aller Befragten stellen 250 bis 500 Euro bereit, weitere 16 Prozent sogar noch mehr. Und 14 Prozent der Befragten gehen auch schonmal in den Dispo, um Geschenke, Veranstaltungen und Restaurantbesuche zu finanzieren. – Damit tut man sich aber keinen Gefallen.

Vielleicht könnte man– auch jetzt noch – überlegen, wer überhaupt Geschenke braucht. Kinder ganz sicher, das steht außer Frage. Aber unter Erwachsenen ist es oft nur ein verlegener Austausch rasch besorgter Kleinigkeiten, die „man brauchen kann“, die „lustig sind“, die man „doch schon immer mochte“ – und wovon manche gar ein gewisses Fettnäpfchen-Potenzial bergen. Fraglich ist: Muss das denn sein? – Gerade in diesem Jahr ist doch das Wieder-zusammen-sein-können das größte Geschenk.

Unterm Strich ist es der Weihnachtsstimmung zuträglich, manch frühere Ideal-Vorstellung neu zu denken. Vielleicht sogar nach dem Vorbild von 2020: Welche Dinge hat man denn wirklich vermisst und welche sind weiterhin verzichtbar? Rasch schrumpft die To-Do-Liste, der Stress weicht – und macht endlich Platz für etwas Vorfreude.

Freundliche Grüße, Ihr Mathias Schwappach