Kleine Kehrwoche

Weihnachtliches Streaming

1/2
warm-and-cozy-g6faece4e0_1920
Wer über die Feiertage Lust auf weihnachtlich-romantische Filme verspürt: Zu den Klassikern gesellen sich auch neue Angebote! © Pixabay
2/2
christmas-g97289a6b6_1920
Wer über die Feiertage Lust auf weihnachtlich-romantische Filme verspürt: Zu den Klassikern gesellen sich auch neue Angebote! © Pixabay

Weihnachtsfilme, da hat jeder so seine Favoriten. Über die Adventszeit und die Feiertage laufen sie überall rauf und runter. Auf Netflix habe ich mir kürzlich auch mal neueren Stoff angeschaut – und ziehe nun kurz Bilanz.

Los ging es mit einem Film mit dem Titel „A Castle for Christmas“, selbst erdacht und produziert von Brooke Shields. Für mich war’s leider nix: eine Art „Rosamunde Pilcher“-Stoff auf Weihnachten getrimmt. Eine amerikanische Bestseller-Autorin sucht nach ihren Wurzeln in Schottland, bekommt zum Schloss – wo mal ihr Vater lebte – gleich noch den grantligen Lord dazu; zudem neue Freunde und neue Inspiration. Leider ist die Story derart überladen mit grotesken Übertreibungen und inhaltlosem Bling-bling-Kitsch, dass sie rasch nur noch nervt.

Besser gemacht hat’s die romantische Komödie „Love hard“ – wenngleich Weihnachten hier eher als Kulisse dient. Die Journalistin Natalie lernt über eine Dating-App Josh kennen, verliebt sich in Bilder, Stimme und Witz des Online-Flirts – nur um beim weihnachtlichen Überraschungsbesuch festzustellen, das jene Bilder gar nicht ihn zeigen. Josh bittet sie, über Weihnachten seine Freundin zu spielen, damit er vor seiner Familie nicht dumm dasteht. Dafür will er ihr helfen, den echten Typ auf den Bildern zu gewinnen. Das Ende ist absehbar, der Weg dahin aber gelungen erzählt und inszeniert. Wer „Notting Hill“ oder „Tatsächlich Liebe“ mag – das ist für Euch!

Jüngste Entdeckung war der Film „The Christmas Chronicles“ mit Kurt Russell als Weihnachtsmann. Die Geschwister Kate und Ted wollen beweisen, dass es „Santa“ wirklich gibt. Sie lauern ihm auf, schleichen sich auf den Schlitten – der deshalb abstürzt, der Geschenke-Sack geht verloren und die Rentiere rennen weg. Die Kinder helfen nun Santa, Weihnachten zu retten. Einflüsse der Macher von „Kevin – Allein zu Haus“ und „Harry Potter“ sind erkennbar. Ein insgesamt nett gemachter Film.

Trotzdem wird wohl morgen an Heiligabend, wenn der Trubel vorüber ist und die Kinder im Bett sind, bei uns mal wieder „Kevin – Allein zu Haus“ laufen. Begründen kann ich es nicht wirklich, aber jener Film von 1990 gehört für mich zu Weihnachten dazu. Für manch anderen offenbar auch: Sat 1 zeigt ihn morgen allein 2021 zum achten Mal in der Prime Time. Da kann mir das Reboot – seit November bei „Disney+“ – echt gestohlen bleiben.

Frohe Weihnachten wünscht Ihr Mathias Schwappach