Meinung

Bewerbung mit Handicap

Blumenwiese
Blumenwieses, Symbolbild. © Pixabay License/S. Hermann & F. Richter

Schade, schade, dass die Landesgartenschau nicht in Schwaikheim und Winnenden aufblühen kann. Wenn man liest, wie Minister Hauk die tollen Wirkungen einer Gartenschau auf Städte und Gemeinden preist, wenn man sah, welche Freude (bei allen Konflikten und Kostendiskussionen) die Gartenschau im Remstal ausgelöst hatte, kann man das Scheitern der Bewerbung nur bedauern. Es ist wie bei beruflichen Bewerbungen, es ist, wie wenn sich ein Politiker als Oberbürgermeister oder auch nur als Kandidat einer starken Partei bewirbt: Manchmal passen andere eben besser und manchmal kann man alles richtig und sogar bravourös vorbereiten und dennoch an der noch besseren Konkurrenz scheitern.

Bravourös war die Bewerbung von Winnenden und Schwaikheim allerdings nicht. Sie hatte ein Handicap: Sie lahmte sozusagen auf einem Bein. Für die Landschaft um Winnenden sind Zipfelbach und Buchenbach die natürlichen Grünstränge, die klassischen Ausgangsgebiete für eine Gartenschauplanung. Am Zipfelbach war alles klar.

Aber am Buchenbach stieg der Anrainer Leutenbach aus. Die Gemeinderäte von Leutenbach haben verständliche Gründe für den Ausstieg, aber die Gemeinde fehlte dann halt den beiden anderen bei der Bewerbung und damit fehlte ein Bein der Gartenschau.

Dieses Manko hatte aber auch einen psychologischen Effekt, den man von Olympia-Bewerbungen größerer Raumschaften kennt: Sobald sich die Raumschaft nicht einig ist, sobald einer ausschert, sinken die Bewerbungschancen.

Damit müssen nun die Bewohner am Zipfelbach und am Buchenbach leben. Die fünf Millionen Euro Zuschuss fließen in andere Gegenden. Vielleicht lassen sich jetzt im Raum Winnenden nur kleinere, bescheidenere Projekte verwirklichen, und vielleicht ist dann Nachbar Leutenbach eher mit dabei. Das könnte nach dem Scheitern der großen Vision die kleinere Chance werden.

Schade, schade, dass die Landesgartenschau nicht in Schwaikheim und Winnenden aufblühen kann. Wenn man liest, wie Minister Hauk die tollen Wirkungen einer Gartenschau auf Städte und Gemeinden preist, wenn man sah, welche Freude (bei allen Konflikten und Kostendiskussionen) die Gartenschau im Remstal ausgelöst hatte, kann man das Scheitern der Bewerbung nur bedauern. Es ist wie bei beruflichen Bewerbungen, es ist, wie wenn sich ein Politiker als Oberbürgermeister oder auch nur als Kandidat

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