Meinung

Kfz-Markt im Rems-Murr-Kreis im Juni: Pkw-Bestand wird immer schadstoffärmer

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Symbolbild. © Pixabay

Wolfsburg nennt sich ‘’Die Autostadt’’ und ist auch eine: 1111 Pkw kommen hier auf 1000 Einwohner. „Stuttgart ist in diesem Vergleich höchstens ein Autostädtle“, sagt Obermeister Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Laut Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes kommen hier 485 Pkw auf 1000 Einwohner. Das ist in einer Bundesliga der Pkw-Dichte Platz 369 von 400 bundesweit ausgewerteten Stadt- und Landkreisen und Stadtstaaten. Alle Landkreise in der Region haben eine höhere Pkw-Dichte als Stuttgart: Der Rems-Murr-Kreis kommt auf 628 Pkw pro 1000 Einwohner. Das ist Platz 185 in der Pkw-Bundesliga und Platz 4 in der Region. „Das“, sagt Christian Reher, der Geschäftsführer der Kraftfahrzeuginnung, „ist keine Überraschung. Denn: je ländlicher die Region, desto höher der Pkw-Bedarf.“

Der Pkw-Bestand im Rems-Murr-Kreis wächst

Das ergibt sich aus den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes: 623 Pkw pro 1000 Einwohner waren es am 1. Januar 2020. 628 Pkw pro Einwohner waren es 2021. Das ist in der Bestandsanalyse für 2021 nachzulesen, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt veröffentlicht hat. Danach betrug zum Stichtag 1.1.2021 der Pkw-Bestand im Rems-Murr-Kreis exakt 268 325 Fahrzeuge. Macht einen Zuwachs von 1,1 Prozent. „Das ist nicht die Welt, aber wenigstens haben wir stabile Verhältnisse“, sagt Reiner Äckerle, der Kreisvorsitzende der Innung.

Diesel, Benziner, Gas, Elektro (inklusive Hybride). Das ist die Auswahl, nach der das KBA den Pkw-Bestand derzeit unterteilt. Die Verbrenner führen, Elektroautos führen noch ein Nischendasein. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Benziner im Rems-Murr-Kreis von 183.867 auf 185.627 Pkw gestiegen. Das Plus von 1760 Fahrzeugen entspricht einer Zunahme von 0,96 Prozent. Bei den Dieseln ist die Zahl von 75.590 auf 73.230 Pkw geschrumpft. Das Minus von 2360 entspricht einer Abnahme von 3,12 Prozent. Zu den 2084 Elektroautos (Vorjahr: 973 / Zuwachs plus 114,2 Prozent) kamen noch 5536 Hybride, die den Vorteil haben, dass sie nicht stromlos liegen bleiben. Vor einem Jahr waren es noch 3069 gewesen. Zuwachs bei 80,4 Prozent.

69,18 Prozent der Pkw sind Benziner, 27,29 Prozent Diesel und nur 3,53 Prozent sind mit anderen Motorarten unterwegs

Damit sind im Rems-Murr-Kreis 69,18 Prozent der Pkw Benziner, 27,29 Prozent haben einen Dieselmotor und nur der Rest von rund 3,53 Prozent ist mit anderen Motorarten unterwegs. Gasautos sind ein Nischenprodukt. Obwohl die 1800 Gasautos (Vorjahr: 1859) vor allem in der Erdgasvariante durchaus Schadstoffvorteile haben.

„Der Autobestand wird durch die laufende Erneuerung immer schadstoffärmer“, sagt Christian Reher. Binnen eines Jahres sind im Rems-Murr-Kreis beispielsweise 299 Pkw der alten Euro-1-Norm und weitere 1964 der Euro-2-Norm sowie 2123 der Euro-3-Norm aus dem Verkehr gezogen worden. Die Zahl der Pkw mit Euro-4-Motoren hat sich um 4507 auf 62 025 verringert. Der Gesamt-Pkw-Bestand wuchs aber um 2918 Pkw, das heißt, alle verschwundenen Altfahrzeuge wurden durch Neu- oder modernere Gebrauchtfahrzeuge ersetzt.

Ein Bedarf, den Fahrräder, E-Bikes oder ÖPNV nicht befriedigen können

„Und da keiner gezwungen wird, Auto zu fahren, scheint es wohl einen Bedarf zu geben, den Fahrräder, E-Bikes oder der ÖPNV nicht befriedigen können“, sagt Obermeister Torsten Treiber. „Ein Trend weg vom Auto ist in der Region nicht zu erkennen, nicht einmal in Stuttgart. Allerdings zeigt der bundesweite Vergleich, dass die Menschen sehr gut einschätzen können, welches Mobilitätsmittel sie einsetzen. Aber ohne Auto kommt kaum ein Haushalt aus.“

Das werde sich auch durch „die Nahverkehrsabgabe nicht ändern, die die grün-schwarze Landesregierung plant“, ist sich Torsten Treiber sicher. „Der Mobilitätspass“ ist für ihn „politischer Schönsprech, hinter dem sich schlicht eine weitere Erhöhung der Mobilitätskosten verbirgt, die nach den jetzt vom Ministerium vorgelegten Zahlen zwischen zehn und 57 Euro liegen wird“. Ein konkreter Gesetzentwurf liegt allerdings noch nicht vor. Treiber: „Aber darauf, dass am Ende die Autofahrenden zahlen sollen, können wir wohl wetten.“

Wolfsburg nennt sich ‘’Die Autostadt’’ und ist auch eine: 1111 Pkw kommen hier auf 1000 Einwohner. „Stuttgart ist in diesem Vergleich höchstens ein Autostädtle“, sagt Obermeister Treiber von der Kraftfahrzeuginnung Region Stuttgart. Laut Bestandsanalyse des Kraftfahrt-Bundesamtes kommen hier 485 Pkw auf 1000 Einwohner. Das ist in einer Bundesliga der Pkw-Dichte Platz 369 von 400 bundesweit ausgewerteten Stadt- und Landkreisen und Stadtstaaten. Alle Landkreise in der Region haben eine höhere

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