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Kommentar: Weshalb die Oberstufe verwehren!?

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Redakteurin Pia Eckstein kommentiert das Ringen um die Oberstufe an Gemeinschaftsschulen. © joachimPalmizi / ZVW; Montage: Mogck

Dass Gemeinschaftsschüler nach der 10. Klasse auf berufliche Gymnasien wechseln, dagegen ist nichts, überhaupt nichts zu sagen. Die beruflichen Gymnasien im Rems-Murr-Kreis leisten beste Arbeit. Und dass jede Gemeinschaftsschule eine Winzlings-Oberstufe zusammenstupfelt, wäre absoluter Quatsch. Das Angebot könnte für die Schülerinnen und Schüler nie so gut und weit gefächert sein, wie es an großen Schulen ist. Doch wenn eine Gemeinschaftsschule drei Profile – Sprachen, Naturwissenschaft und Sport – anbieten kann und von den Schülerzahlen her überlebensfähig ist, weshalb sollte man ihr die Oberstufe verwehren?

Welche Schulen gut sind, zeigt sich ganz schnell

Manches allgemeinbildende Gymnasium hat nicht eine solche Vielfalt. Da können nicht pädagogische Befürchtungen der Grund sein. Als die Gemeinschaftsschule aus der Taufe gehoben wurde, hieß es: Hier kann man bis zum Abitur kommen. Diese Maßgabe jetzt bis zur Marginalität zu schrumpfen, ist unlauter gegenüber den Schulen, die ihr Bestmöglichstes geben. Und gegenüber den Kindern, die sich diese Schulen aufgrund dieser Versprechungen ausgesucht haben. Welche Schulen gut sind, das zeigt sich ganz schnell. Die Kinder und ihre Eltern stimmen nämlich mit den Füßen ab. Die beruflichen Gymnasien im Kreis sollten die Herausforderung durch die kleine Friedensschule annehmen. Die Schulpolitik sollte sich wieder auf ihren pädagogischen Auftrag besinnen. Für die Schülerinnen und Schüler kann das nur positiv sein.