VfB Stuttgart

Michael Reschke über die Trennung von Hannes Wolf

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Michael Reschke: „Hannes hatte bis zum letzten Moment unsere volle Rückendeckung.“ © Danny Galm

München/Stuttgart.
VfB-Sportvorstand Michael Reschke hat am Sonntag in der Sky-Sendung Wontorra - der Fußball-Talk die Entlassung von Trainer Hannes Wolf erklärt. „Wie sich Hannes nach dem Schalke-Spiel geäußert hat, dafür muss man ihm viel Respekt zollen“, so der 60-Jährige.

Hannes hatte bis zum letzten Moment unsere volle Rückendeckung“

Dass er in einem sehr ruhigen und sachlichen Gespräch erklärt hat, ihr als Verein müsst euch überlegen, ob ihr jetzt handelt, das ist etwas ganz besonderes.“ Reschke betonte: „Hannes hatte bis zum letzten Moment unsere volle Rückendeckung.“

Dennoch habe der Verein von den letzten acht Pflichtspielen sieben verloren, „und wir hatten das Gefühl, die Erfolgswahrscheinlichkeit mit einem Trainerwechsel zu erhöhen.“

"Anlass zur Hoffnung"

Am Sonntag nach der Tayfun Korkut als dessen Nachfolger vorgestellt.

Mit dem neuen Trainer holte sich der Aufsteiger am Samstag in Wolfsburg (1:1) den zweiten Auswärtspunkt der Saison. „Es war wichtig, nach dem Rückstand eine Reaktion zu zeigen. Das gibt Anlass zur Hoffnung für die nächsten Wochen“, sagte Reschke.

„Aussagen mit grenzwertiger Schärfe“

Angesprochen auf die große Fluktuation in den letzten Jahren, 59 Spieler, sieben Trainer, vier Sportdirektoren seit 2014, sagte Reschke: „Dass die Quote extrem hoch ist, darüber brauchen wir nicht streiten. Aber ich sehe den VfB mittlerweile auf einem ruhigen und guten Weg.“

Der Sportvorstand ist vom Klassenverbleib in der Bundesliga weiter fest überzeugt: „Dieses Jahr 15. zu werden, ist mindestens genauso eine Herausforderung, wie der Aufstieg im letzten Jahr. Die anderen Clubs, die mit uns da unten stehen, sind alle stark. Am Ende der Saison müssen wir drei davon hinter uns lassen.“

Auch zur Kritik an Präsident Wolfgang Dietrich und seiner Position äußerte sich Michael Reschke: „Die Fans leben den Club mit einer beeindruckenden Intensität. Das kanalisiert sich manchmal auch in Aussagen mit einer grenzwertigen Schärfe - aber das müssen wir aushalten.“

Am Ende des Tages gebe es nur eine Währung, welche die Fans wieder beruhigt, und das seien Punkte für die Tabelle.