VfB Stuttgart

Neue Rolle für Tobias Werner

Regionalliga VfB II - SV Elversberg_0
Tobias Werner startet mit seiner U21 in die restliche Rückrunde. © Danny Galm

Stuttgart Am Samstagnachmittag betrat vor rund 500 Zuschauern im GAZI-Stadion auf der Waldau ein prominentes Gesicht den Rasen. Beim Regionalligaspiel zwischen dem VfB II und dem SC Freiburg II spielte Tobias Werner 90 Minuten durch. Während der phasenweise turbulenten Partie, welche die Gastgeber mit 4:3 für sich entscheiden konnten, fiel der 33-Jährige auf dem Platz nicht als Lautsprecher, sondern als leiser Taktgeber auf.

Der gebürtige Geraer hat im Fußball schon so einiges erlebt – darunter auch an die 300 Pflichtspiele in der Bundesliga für Augsburg und Nürnberg.

Die Rolle, in die er nun bei der U21 des VfB hineinwachsen muss, ist eine ganz andere. Er müsse nun vielmehr Verantwortung übernehmen, so Werner nach seinem ersten Spiel für die zweite Mannschaft der Schwaben. „Für die vielen jungen Spieler möchte ich als Ansprechpartner da sein“, erklärt er.


Ob auf dem Platz oder im Alltag – Werner ist der Meinung, mit all seiner Erfahrung und Routine helfen zu können. Dies soll er während der Saison auf einer für ihn neuen und äußerst ungewohnten Position  – zentral in der Innenverteidigung. Trotz seines mittlerweile hohen Alters sei der Positionentausch eine „enorme Umstellung“ gewesen, erklärt der gelernte Flügelstürmer.

Der Routinier erwartet schwierige Saison

Von der Qualität seiner "talentierten Mannschaft" ist Werner überzeugt. Nun sei es besonders wichtig, dass sich die Jungs "an den Männerfußball gewöhnen“, erklärt der Routinier.

Dennoch bremst Werner zu hohe Ambitionen aus: Da viele Spieler erst vor der Saison aus dem Jugendbereich kamen, erwartet  er "eine schwierige Saison“. Das Ziel sei es, erst einmal die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Erst dann könne man von mehr träumen.

Werners Zukunft in Stuttgart weiter offen

Er selbst spielt nun das erste Jahr Regionalliga und weiter „für alles offen“, was seine Karriere angeht. Der erfahrene Mann erklärt zwar, dass er aktuell davon ausgehe, beim VfB II in Liga vier zu bleiben. Ein Treuebekenntnis vermeidet er jedoch: „Natürlich kann bis zum 31. August noch etwas passieren“.

Werner kennt das Geschäft nur zu gut – er ist schließlich schon lange genug dabei. Sein Vertrag in Stuttgart läuft noch bis zum 30. Juni 2019.

Nun werde er aber zunächst einmal alles für seinen aktuellen Verein geben und versuchen, seiner neu gewonnenen Verantwortung gerecht zu werden. In seine neue Rolle als Führungsspieler müsse er zunächst noch hineinwachsen und „lernen, sich auch mal ab und zu einen Fehler zu verzeihen“, sagt er.