VfB Stuttgart

Neues Akademie-Konzept startet 2019

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Der VfB und die Porsche AG erweitern ihre Zusammenarbeit und starten in diesem Zuge eine gemeinsame Partnerschaft im Rahmen der Jugendförderung „Turbo für Talente“. © Danny Galm

Stuttgart. Der VfB Stuttgart geht im Juli 2019 mit einem neuen Akademie-Konzept an den Start. Dabei handelt es sich laut Vereinsmitteilung um ein "regionales Netzwerk für Bildung". VfB-Präsident Wolfgang Dietrich: "Wir wollen mit der VfB-Akademie sowohl für unsere Spitzensportler als auch für Leistungssportler von anderen Sportarten aus der Region diese Art der Ausbildung auf ein neues Level heben." 

Unterstützt wird das Projekt vom Versicherer Allianz und der Daimler AG sowie Bildungseinrichtungen wie dem Kolping-Bildungswerk Württemberg e.V., der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart, der SRH Fernhochschule, der BW Business School sowie der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen.

„Wir investieren mit diesem Projekt in den wichtigsten Rohstoff unserer Zukunft, die Köpfe junger Menschen“, erklärte Wolfgang Dietrich am Freitag im Rahmen des Pressegesprächs. „Gerade für unsere U17- bis U21-Spieler, die die Schule bereits abgeschlossen haben, deren beruflicher Weg oft jedoch noch offen ist, kommt ein solches Angebot wie gerufen", ergänzte Präsidiumsmitglied und NLZ-Chef Thomas Hitzlsperger. 

Die VfB Stuttgart Akademie soll Profi- und Nachwuchssportlerinnen und -sportlern eine maßgeschneidertes Bildungs- und Weiterbildungsangeboten bieten. Die klassischen Ausbildungssysteme oder Studiengänge setzen sehr stark auf eine persönliche Präsenz, so Hitzlsperger, doch gerade das sei mit dem Trainingsplan eines Spitzensportlers oft nicht vereinbar. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Leistungssport und berufliche Bildung und Ausbildung kompatibel zu machen. Mit einem schlüssigen Konzept und unseren leistungsfähigen Bildungspartnern wird uns dies gelingen“, sagt Hitzlsperger.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des VfB Stuttgart


Deutschlands bester Ausbildungsverein

Eine unabhängige Forschungsgruppe hat untersucht, welche Vereine die meisten Profis in den europäischen Top-Ligen ausgebildet haben. Hierbei landet der VfB Stuttgart als bester deutscher Verein auf Platz neun. Das International Centre für Sports Studies (CIES) ist ein unabhängiges Studienzentrum in der Schweiz, innerhalb dessen sich eine Forschungsgruppe auf die statistische Analyse des Fußballs spezialisiert hat. 

Laut Definition der UEFA gilt ein Spieler dann als „Eigengewächs“, wenn er im Alter von 15 bis 21 Jahren mindestens drei Spielzeiten lang für einen Verein aktiv war. Zum 1. Oktober 2018 hat das CIES Football Observatory untersucht, welche Clubs für die meisten lokal ausgebildeten Spieler in den fünf Top-Ligen Europas verantwortlich waren – der VfB Stuttgart belegt dabei im Gesamtranking mit 22 ausgebildeten Spielern den neunten Platz und steht im Vergleich mit den Vereinen aus Deutschland an erster Stelle. 

„Ein solches Ergebnis ist eine Auszeichnung für unser Team und zeigt, dass im VfB Nachwuchsleistungszentrum auf internationalem Spitzenniveau gearbeitet wird. Wir bringen überdurchschnittlich viele hier vor Ort ausgebildete Spieler in die besten Ligen Europas – das macht uns natürlich stolz“, erklärt Thomas Hitzlsperger, der seit Anfang 2018 als Direktor des Nachwuchsleistungszentrums aktiv ist.