VfB Stuttgart

Nicólas González kann direkt überzeugen

Testspiel VfB Stuttgart - SG Sonnenhof Großaspach_0
Gegen die SG Sonnenhof Großaspach durfte der 20-Jährige 45 Minuten lang im Sturmzentrum wirbeln. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Zwei Testspiele, zwei Tore und eine Vorlage: Neuzugang Nicólas González kann beim VfB Stuttgart direkt überzeugen. „Er ist ein umtriebiger Stürmer. Im Moment sieht alles sehr positiv aus bei ihm“, lobte VfB-Trainer Tayfun Korkut den 8,5-Millionen Euro-Mann nach dem 3:1-Testspielerfolg gegen den Drittligisten Großaspach.

„Nico hat mit den zwei Toren in Illertissen natürlich einen guten Start gehabt“, sagt Korkut. Aber nach nur eineinhalb Trainingswochen und zwei Tests ist klar: der Mittelstürmer aus Belén de Escobar hat eine Menge Potenzial.

"Er hat einen unglaublichen Hunger und einen guten Riecher"

Gegen die SG Sonnenhof Großaspach durfte der 20-Jährige 45 Minuten lang im Sturmzentrum wirbeln und sorgte dort im Zusammenspiel mit Daniel Didavi und Anastasios Donis immer wieder für Gefahr. Das zwischenzeitliche 2:0 legte er Erik Thommy auf. Einen eigenen Treffer hatte González auf dem Fuß, scheiterte aber am aufmerksamen SGS-Keeper Kevin Broll.

„Er hat einen unglaublichen Hunger und einen guten Riecher“, sagt Tayfun Korkut über den 1,80 Meter großen Angreifer. „Nico ist ein Spieler, der will - und das ist die Grundvoraussetzung für einen jungen Spieler, der weiterkommen will.“

Dennoch erwarten die Verantwortlichen von González keine Wunderdinge - was im Übrigen für alle anderen Neuzugänge genauso gilt. „Wir haben einige neue Spieler und der eine ist schneller da - und der andere braucht ein bisschen länger“, erklärt Korkut. „Wir werden das individuell angehen und den Jungs die nötige Zeit geben.“

Korkut fordert Geduld 

Ziel ist es, die neuen Spieler schnellstmöglich zu integrieren und „stabil aufzubauen“. Geduld müssen man auch mit Daniel Didavi, David Kopacz, Marc Oliver Kempf oder Gonzalo Castro haben. Die Anpassung an den neuen Club, das neue Umfeld - und für Maffeo, Sosa und González auch an die neue Kultur und Sprache - dürfe nicht überhastet geschehen.

Als positives Beispiel für die gelungene Integration und Entwicklung eines jungen Spielers führt Tayfun Korkut den Namen Benjamin Pavard ins Feld. „Benji hat auch seine Zeit gebraucht“, sagt der Trainer, betont aber auch: „Letztlich sind wir im Profifußball und müssen niemanden streicheln.“

Dass die ständigen Transfergerüchte um den WM-Shootingstar irgendwann zu einem mannschaftsinternen Problem werden könnten, hält Korkut für ausgeschlossen: „Das wird kein Unruhefaktor innerhalb der Mannschaft werden. Am 13. August erwarten wir ihn hier wieder in Stuttgart zurück. Bis dahin habe ich ihm freigegeben.“