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Optimiertes Hygienekonzept für die Saison 2020/21 beschlossen

DFL
Die DFL hat ihr Hygienekonzept überarbeitet. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa © Frank Rumpenhorst

Die 36 Profivereine der Bundesliga und 2. Bundesliga haben das optimierte Hygienekonzept in den Statuten der Deutschen Fußball Liga verankert. Auf der DFL-Mitgliederversammlung am Donnerstag wurde der Leitfaden einstimmig angenommen.

Das medizinisch-hygienische Arbeitsschutz-Konzept der «Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb» sieht weiterhin strenge Hygienemaßnahmen, regelmäßige Testungen, permanentes Monitoring und angepasste organisatorische Abläufe im Spiel- und Trainingsbetrieb vor. Im Vergleich zu früheren Versionen wurde vor allem in Bezug auf die Organisation rund um den Spielbetrieb und das jeweilige Testungsschema eine Gliederung in drei Stufen der Pandemie-Aktivität vorgenommen.

Das Level «hoch» gilt ab 35 Neuinfektionen pro Woche pro 100 000 Einwohner im jeweiligen Landkreis der Clubs und den angrenzenden Landkreisen, das Level «mittel» zwischen fünf und 35 Neuinfektionen. In beiden Fällen sind weiter mindestens zwei Tests in der Woche vorgesehen.

Das Level «niedrig» gilt unterhalb von fünf Neuinfektionen und macht mindestens einen Test pro Woche nötig. Bei hohem Pandemie-Level muss der letzte Test frühestens 36 Stunden vor dem Anstoß des folgenden Spiels erfolgen, bei mittlerem und niedrigem Level frühestens 52 Stunden vorher.

DFL und DFB begleiten mehrere Corona-Studien - auch zu Fan-Verhalten

  • Die Deutsche Fußball Liga und der Deutsche Fußball-Bund werden sich im «finanziell signifikanten» Umfang an mehreren Studien zur Coronavirus-Pandemie beteiligen und diese wissenschaftlich begleiten. 
  • Konkret geplant sind Studien, die Aufschlüsse zur Wiederzulassung von Zuschauern in die Stadien liefern könnten, beispielsweise zu «konkreten Ansteckungsgefahren bei verschiedenen Zuschauerszenarien», sagte DFL-Chef Christian Seifert. «Die Studien beginnen so schnell wie möglich. Wir gehen davon aus, dass wir nach dem Start des Spielbetriebs so schnell als möglich die ersten Ergebnisse vorlegen können.»
  • Weiterhin sollen Zuschauerbewegungen innerhalb und außerhalb der Stadien erforscht werden. Eine weitere Studie soll sich auf Aerosole in geschlossenen Räumlichkeiten fokussieren, eine andere auf die Erarbeitung von alternativen Testverfahren.
  • Die gewonnen Erkenntnisse sollen «so früh wie möglich» mit allen interessierten Partien geteilt werden, sagte Seifert. Das gelte insbesondere auch für den gesamten Kultur- und Veranstaltungsbereich.