Nach Tod der Queen

Charles III. feierlich als neuer König ausgerufen

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Charles III.  und Camilla
König Charles III. und Königin Camilla beim Beitrittskongresses im St. James's Palace. © Victoria Jones
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Charles III.
«Meine Mutter hat ein Beispiel von lebenslanger Liebe und selbstlosem Dienst gesetzt», sagte König Charles III. in London. © Jonathan Brady
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König Charles III.
Großbritanniens König Charles III. und Camilla kommen am Buckingham Palace an. © Victoria Jones
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König Charles III.
Mit dem Tod von Queen Elizabeth II. ist ihr Sohn Charles zum König geworden. © Matthew Horwood
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König Charles III.
König Charles III. schüttelt vor dem Buckingham-Palast zahlreiche Hände und nimmt Trauerbekundungen entgegen. © Yui Mok
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Charles & Camilla
König Charles III. und seine Frau Camilla vor dem Buckingham-Palast. © Yui Mok
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Königin Elizabeth II.
Königin Elizabeth II. von Großbritannien ist tot. © Victoria Jones
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Königin Elizabeth II.
Königin Elizabeth II. wartet im Drawing Room auf Liz Truss. © Jane Barlow
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Salutschüsse
Salutschüsse am Tower of London für die verstorbene Queen. © James Manning
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Königin Elizabeth II. Familie
Königin Elizabeth II., Prinz Edward, Prinz Philip, Prinz Charles und Prinz Andrew vor Schloss Balmoral in Schottland. © dpa
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Königin Elizabeth II.
Königin Elizabeth II. und Prinz Philip warwn 73 Jahre miteinander verheiratet. © Matt Dunham
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Königin Elizabeth II. - Charles
Die britische Königin Elizabeth II. und Charles, Prinz von Wales, bei den Feierlichkeiten zum Platinjubiläum der Queen. Charles ist nach dem Tod seiner Mutter nun König. © Frank Augstein
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Königin Elizabeth II.
Am Piccadilly Circus wird der Queen gedacht. © Alberto Pezzali

London (dpa) - Zwei Tage nach dem Tod von Queen Elizabeth II. ist ihr ältester Sohn Charles nun auch offiziell und feierlich als König ausgerufen worden. Im Anschluss beteuerte Charles III. am Samstag, dem Vorbild seiner Mutter folgen zu wollen. «Ich bin mir des großen Erbes und der Pflichten und schweren Verantwortung des Monarchen, die mir nun übertragen wurden, zutiefst bewusst», sagte der neue britische Monarch. Die Regentschaft seiner am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorbenen Mutter sei unübertroffen gewesen in Länge, Hingabe und Ergebenheit.

Mit Fanfarenstößen auf dem Balkon

Um die Proklamation hör- und sichtbar für das Volk zu machen, wurde Charles III. auch auf dem Balkon des St.-James's-Palastes zum König ausgerufen - mit Fanfarenstößen und im Beisein zahlreicher Soldaten mit Bärenfellmützen. Vorher war das schon im Inneren des Gebäudes in der Londoner Innenstadt - nicht weit vom Buckingham-Palast entfernt - geschehen.

Bei der Proklamation handelte es sich um einen formalen Akt - der 73 Jahre alte Charles war bereits mit dem Tod seiner Mutter automatisch britischer König geworden. Es wurde eigens ein Accession Council einberufen, ein «Thronbesteigungsrat», dem Mitglieder des Kronrates angehören - also aktive und frühere Regierungsmitglieder, Kirchenvertreter, Richter, Mitglieder der königlichen Familie und andere Persönlichkeiten.

Williams erster Auftritt

Als Erster unterzeichnete der älteste Sohn des Königs und neue Thronfolger, Prinz William (40), die Proklamation - gekleidet in einem eleganten Gehrock mit schwarzer Krawatte. Er war erstmals seit dem Tod seiner Großmutter, Elizabeth II., bei einem formellen Termin in der Öffentlichkeit zu sehen.

Charles III.
König Charles III. mit William, Prinz von Wales (l), und seiner Gemahlin, Königin Camilla. Es war der erste Auftritt Williams seit dem Tod von Königin Elizabeth II. © Jonathan Brady

Danach unterzeichnete Charles' Ehefrau, Königin Camilla (75). Charles sagte später bei der Zeremonie: «Ich bin in alldem zutiefst bestärkt durch die fortwährende Unterstützung meiner geliebten Frau.» Camilla wurde durch den Tod von Queen Elizabeth II. zur Queen Consort. Den Titel trug zuletzt die Mutter der gestorbenen Monarchin, Queen Mum.

William, bislang offiziell Herzog von Cambridge, hat nun den Titel Prinz von Wales, den der Thronfolger üblicherweise trägt. Das hatte Charles bereits in seiner Rede an die britische Nation am Freitag bestätigt. Williams Frau Kate (40) wird Prinzessin von Wales. Diesen Titel hatte zuletzt die 1997 bei einem Autounfall gestorbene Mutter von William, Prinzessin Diana, aktiv getragen.

Es folgt die Krönung

Nach der Proklamation folgt noch eine Krönung - der Termin dafür ist noch offen. Die Krönung von Elizabeth II. fand 1953 statt - 16 Monate, nachdem sie nach dem Tod ihres Vaters Königin geworden war.

Königin Elizabeth II.
Königin Elizabeth II. von Großbritannien und ihr Mann Prinz Philip winken nach der prunkvollen Krönungszeremonie 1953 vom Balkon des Buckingham Palasts. © Str

Die Queen war am Donnerstag auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland gestorben. Der Leichnam soll an diesem Sonntag von dort zuerst in den Holyrood-Palast in Edinburgh, die Residenz der Königin in Schottland, überführt werden. In der schottischen Hauptstadt soll der Leichnam anschließend in einer Kathedrale aufgebahrt werden, bevor er nach London gebracht wird.

Charles schenkt seinem Volk einen Feiertag

Charles genehmigte bei seiner Proklamation einen zusätzlichen Feiertag für die Menschen in Großbritannien. Das könnte darauf hinweisen, dass das Staatsbegräbnis für die Queen am Montag, den 19. September, stattfinden soll. Als möglicher Termin gilt bisher auch der 18. September, doch das ist ein Sonntag. Eine offizielle Bestätigung des Datums steht noch aus.

Für Samstag hatte Charles III. bereits einen vollen Terminkalender. Insgesamt vier Audienzen waren nach Angaben des Buckingham-Palastes für den Nachmittag geplant. Erst sollte der König den Erzbischof von Canterbury treffen, anschließend die Premierministerin Liz Truss und Minister ihrer Regierung, danach Vertreterinnen und Vertreter der Opposition und schließlich den Dekan von Westminster. Der Geistliche, David Michael Hoyle, hat als Vorsteher der Westminster Abbey eine besondere Stellung: Die Abbey - Abtei - hat den Status «königliche Abtei». Der Dekan untersteht damit nicht dem Erzbischof von Canterbury, dem geistlichen Oberhaupt der Kirche von England, sondern direkt dem Monarchen.

Tausende nehmen Abschied am Buckingham-Palast

Am Buckingham-Palast riss auch am Samstag der Strom an Trauernden nicht ab. Schon am frühen Morgen fanden sich Tausende Menschen ein, um Blumen oder Karten niederzulegen, Kerzen anzuzünden oder innezuhalten. Trotz der Menschenmassen war die Atmosphäre ruhig und respektvoll, wie die britische Nachrichtenagentur PA meldete. Etliche Trauende reisten auch von weiter entfernt an.

Damit das Anwesen im Londoner Regierungsviertel Westminster nicht unter dem Blumenmeer versinkt, dürfen alle Sträuße zwölf Stunden lang davor liegen, bevor sie in den angrenzenden Green Park gebracht werden. Darauf weist auch ein Schild am Zaun des Palastes hin.