Verordnung

Corona: Tschechien verbietet «Coffee-to-go»

Coronavirus - Tschechien
In Tschechien haben viele Geschäfte wieder offen, aber «Coffee-to-go» its tabu. Foto: Petr David Josek/AP/dpa © Petr David Josek

Prag (dpa) - Die tschechische Regierung hat mit einer neuen Corona-Regel für Irritationen gesorgt: Der Verkauf des beliebten «Coffee-to-go» ist nun verboten.

In der Verordnung des Minderheitskabinetts zu den Krisenmaßnahmen heißt es umständlich, dass der Verkauf «ausgeschenkter oder vor Ort hergestellter Getränke» an Kunden zum Konsum «außerhalb der Innenräume» verboten werde.

Viele glaubten zunächst an einen Formulierungsfehler. Doch Gesundheitsminister Jan Blatny stellte inzwischen klar: «Das ist kein Irrtum - es zielt darauf ab, dass wir nicht auf Weihnachtsmärkten oder auf der Straße mit Bechern und Essen in der Hand herumlaufen.»

Für weitere Verwirrung sorgte Handelsminister Karel Havlicek. Seiner Ansicht nach sei Kaffee zum Mitnehmen erlaubt, wenn man den Becher «in einer Tasche nach Hause» mitnehme.

In den Online-Kommentarseiten der Zeitung ließen Kaffeefreunde ihrem Unmut freien Lauf. «Das ist die reine Verhöhnung», meinte ein Internet-Nutzer. «Ich habe keine Zeit, morgens vor der Arbeit im Café zu sitzen», klagte ein anderer. «Das wird uns bestimmt vor der Pandemie retten», lautete ein sarkastischer Kommentar.

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