Briefbombe

Explosion bei Lidl - drei Personen in Neckarsulm verletzt

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Kriminaltechniker
Kriminaltechniker sind nach der Explosion im Einsatz. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © Sebastian Gollnow
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Drei Personen verletzt
Drei Menschen wurden bei der Explosion verletzt. Die Hintergründe sind noch unklar. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © Sebastian Gollnow
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Lidl-Verwaltungsgebäude
Die Einsatzleitung der Feuerwehr Heilbronn vor dem Lidl-Verwaltungsgebäude. Foto: Sebastian Gollnow/dpa © Sebastian Gollnow

Neckarsulm (dpa) - Beim Öffnen eines Briefes ist es in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zu einer Explosion mit drei Verletzten gekommen. Ein Mensch wurde mittelschwer verletzt, zwei andere leicht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Die Rettungskräfte vor Ort hätten rund 100 Mitarbeiter der Firma in Sicherheit gebracht. Spezialisten des Landeskriminalamts Baden-Württemberg durchsuchten mit Sprengstoffspürhunden das gesamte Gebäude, wie es weiter hieß. Weitere verdächtige Gegenstände seien nicht gefunden worden.

Am Nachmittag war es bei der Öffnung eines Briefes zu der Explosion gekommen, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. «Wir sind tief bestürzt über den Vorfall und wünschen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine gute und schnelle Genesung», hieß es weiter. Die drei Verletzten seien umgehend medizinisch betreut worden.

Die Polizei sprach von einer größeren Einsatzlage. Das Lidl-Verwaltungsgebäude befindet sich in einem Industriegebiet. Ein Sachschaden kann laut Polizei noch nicht beziffert werden. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen hieß es zunächst, es sei unklar, ob es sich um eine Brief- oder Paketbombe handelte.

Die Polizei prüfe gleichfalls, ob ein Zusammenhang mit der Verpuffung in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) bestehe. Dabei wurde am Dienstag ein Mitarbeiter verletzt. Er erlitt ein Knalltrauma. Sachschaden entstand nicht. Laut Polizei war für die Verpuffung ein Paket verantwortlich, das der Mann angenommen hatte. Hier war der Hintergrund zunächst auch unklar.

© dpa-infocom, dpa:210217-99-483158/10