Steigende Temperaturen

Klimaforscher: Wärmster September seit Jahrzehnten

Brände in Brasilien
Ein brasilianischer Farmer beobachtet einen Waldbrand bei Alto Rio Guama. Foto: João Paulo Guimarães/dpa © João Paulo Guimarães

Reading (dpa) - Der September war weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen des europäischen Copernicus-Klimawandeldienstes. Die Temperaturen lagen demnach im Durchschnitt 0,05 Grad höher als im September 2019, der bislang als der wärmste galt.

Auffällig warm war es etwa in der Arktis, in Teilen Südamerikas und in Australien, wie der Dienst am Mittwoch im englischen Reading mitteilte. Er wertete hierfür seine eigene Datensätze seit 1979 aus, wie eine Wissenschaftlerin der Deutschen Presse-Agentur erläuterte.

In Europa lagen den Angaben zufolge die Temperaturen im September dieses Jahres im Schnitt 0,2 Grad Celsius höher als im bisherigen Rekord-September 2018. Besonders betroffen ist den Experten zufolge Südost-Europa gewesen. Der Dienst ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Der Klimawandeldienst der EU erstellt monatlich Berichte über die Lufttemperatur, das Meereis und den Wasserkreislauf. Dabei wird auf Daten von Satelliten, Schiffen, Flugzeugen und Wetterstationen rund um den Globus zurückgegriffen. Aussagekräftiger sind die Berichte der US-Klimabehörde NOAA, die Aufzeichnungen seit 1880 berücksichtigt. Sie veröffentlicht ihre September-Analyse demnächst.

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