CDU-Chef

Merz wegen Schlüsselbeinbruch im Urlaub operiert

Friedrich Merz
CDU-Chef Friedrich Merz hat sich im Urlaub in Bayern das Schlüsselbein gebrochen. Er wurde deswegen am Freitag operiert. © Andreas Arnold

Berlin (dpa) - CDU-Chef Friedrich Merz hat sich im Urlaub in Bayern das Schlüsselbein gebrochen. Nach dem Unfall am Donnerstag wurde er deswegen am Freitagmorgen operiert.

Merz habe sich die Verletzung bei einem Sportunfall zugezogen, teilte ein Sprecher des 66-Jährigen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, hieß es weiter. Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, sei auf dem Weg der Genesung. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Merz schrieb bei Twitter, ihn hätten viele Genesungswünsche erreicht. Er habe sich «leider gestern bei einem unglücklichen Sturz das linke Schlüsselbein gebrochen». Der CDU-Vorsitzende schrieb: «Ich möchte mich herzlich für die vielen guten Wünsche bedanken! Das wird schon wieder.»

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Dem Vernehmen nach musste Merz nicht mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht werden. Der CDU-Vorsitzende hatte in den vergangenen Tagen noch aus dem Urlaub heraus der dpa ein Interview gegeben. Zudem ist bekannt, dass er gerne Laufen und Schwimmen geht sowie gerne Rad fährt. Am Freitag verschickte er bereits wieder seine wöchentliche Mail an seine Anhänger - diesmal ging es um die Chinapolitik.

Männer öfter betroffen als Frauen

Der Schlüsselbeinbruch - Fachausdruck: Klavikulafraktur - zählt zu den häufigsten Knochenbrüchen. Das etwa 12 bis 15 Zentimeter lange, s-förmige Schlüsselbein liegt zwischen Schulter und Brustbein. Zu Brüchen kommt es gewöhnlich dann, wenn Menschen mit großer Wucht auf die Schulter stürzen - etwa beim Radfahren. Meist bricht der Knochen am besonders dünnen mittleren Teilstück, manchmal auch in mehrere Stücke. Männer erleiden Brüche des Schlüsselbeins wesentlich häufiger als Frauen.

Nach einer solchen Fraktur lässt sich der Arm nur noch unter großen Schmerzen bewegen. Zweifelsfrei diagnostizieren lässt sich die Fraktur per Röntgenuntersuchung. Sehr häufig genügt zur Therapie der Fraktur eine Ruhigstellung mit einer Schlinge für mehrere Wochen. In anderen Fällen wird der Knochen bei einer Operation wieder in seine ursprüngliche Position gebracht, so dass er schnell verheilen kann. Fixiert wird der Knochen häufig mit Schrauben und einer Platte, mitunter auch mit Drähten und Nägeln. Die Implantate werden dann nach einigen Monaten wieder entfernt.