Hunderte Beamte im Einsatz

Razzia gegen kriminelle Banden in Berlin und Brandenburg

Polizei
In Berlin und Brandenburg gehen 400 Einsatzkräfte gegen kriminelle Banden vor. Foto: Jens Büttner/dpa/Symbolbild © Jens Büttner

Berlin (dpa) - Mit einer Großrazzia ist die Polizei in Berlin und Brandenburg gegen die organisierte Kriminalität vorgegangen. Rund 350 Polizisten waren im Einsatz und durchsuchten 18 Wohnungen und Geschäfte.

Darunter waren Spezialeinsatzkommandos (SEK) der beiden Bundesländer sowie die Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei, wie ein Sprecher sagte. Ermittelt wird gegen eine Bande wegen des Verdachts des Kokainhandels, Waffenhandels und schweren Raubes, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Im Fokus der Kriminalpolizei stehen insgesamt elf Verdächtige im Alter von 25 bis 56 Jahren. Zwei 30 und 32 Jahre alte Männer wurden festgenommen.

Durchsucht wurden Wohnungen und Geschäftsräume in Charlottenburg-Wilmersdorf, Neukölln, Pankow, Reinickendorf und Spandau sowie im brandenburgischen Schulzendorf am südöstlichen Stadtrand Berlins. Die Polizei beschlagnahmte umfangreiche Beweise, darunter Schusswaffen, Munition, einen fünfstelligen Geldbetrag und weitere Gegenstände.

Die beiden festgenommenen Männer sollen außerdem im August 2018 ein Ehepaar in seiner Wohnung überfallen haben. Demnach bedrohten sie die 78 und 75 Jahre alten Menschen mit einer Schusswaffe, fesselten und knebelten sie und durchsuchten die Wohnung. Die Täter sollen eine Beute im Wert von etwa 18.000 Euro gemacht haben. Der 30-jährige Mann soll zudem im Dezember 2018 einen anderen Mann auf der Straße mit einer Schusswaffe bedroht und mehrere Schüsse in seine Richtung abgegeben haben.

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