VfB Stuttgart

Pavard-Wechsel zum FC Bayern in trockenen Tüchern?

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Benjamin Pavard: Löste viele gefährliche Situationen mit seinem guten Kopfballspiel. Dabei half dem Weltmeister sein gutes Timing im Zweikampf sowie sein exzellentes Stellungsspiel - Note: 2 © ZVW/Danny Galm

Stuttgart. Ist der Wechsel von Benjamin Pavard zum FC Bayern München in trockenen Tüchern? Nach SWR-Informationen soll der Weltmeister bereits während der WM in Russland einen Vertrag ab 2019 bei den Münchnern unterschrieben haben. Der 22-jährige Innenverteidiger könnte den VfB allerdings schon in diesem Sommer verlassen.

So sollen die Clubs aktuell über einen sofortigen Wechsel verhandeln. Knackpunkt hierbei ist offenbar die Höhe der Ablösesumme. "Wir werden Benjamin Pavard in diesem Jahr definitiv nicht für 50 Millionen Euro verkaufen", hatte der Stuttgarter Sportvorstand Anfang Juli gegenüber der Stuttgarter Zeitung bekräftigt. "Wir setzen alles daran, dass er ein weiteres Jahr bei uns spielt."

Pavard: "Ich weiß noch nicht, wo ich in Zukunft spiele"

Der Spieler selbst wollte sich am Mittwoch beim Empfang in seiner Heimatstadt Jeumont nicht zu den Transfergerüchten um seine Person äußern und sagte dem SWR: "Momentan bin ich in Stuttgart. Dort bin ich glücklich. Ich weiß noch nicht, wo ich in Zukunft spiele." 

Bei einer Pressekonferenz hat sich auch der neue Bayern-Trainer Niko Kovac zu den Gerüchten um eine Verpflichtung von Benjamin Pavard geäußert: "Ich kann diesbezüglich gar nichts sagen", sagte Kovac am Donnerstag in München und verwies auf die Zuständigkeit von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Andererseits kann ich schon bestätigen, dass das ein richtig guter Spieler ist. Das hat er auch bei der Weltmeisterschaft bewiesen." 

Bayern-Coach Kovac will nicht über "andere Spieler" reden

Aktuell sieht Kovac jedoch keinen Handlungsbedarf, da er mit 22 Feldspielern in München quantitativ am Limit sei. "22 Feldspieler sind schon das Maximum. Das sind viele Spieler. Alle wollen spielen. Und es wird eine schwere Aufgabe werden für den Trainer, alle bei Laune zu behalten. Deswegen müssen wir da jetzt nicht über einen anderen Spieler reden", äußerte Kovac.

Fakt ist: Pavard hat in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro und kann den Verein 2019 für eine Ablösesumme in Höhe von 35 Millionen Euro verlassen. Diese Klausel sollen sich die Münchner bereits am letzten Spieltag der abgelaufenen Bundesliga-Saison gesichert haben.

Die Schwaben jedenfalls scheinen was die Anzahl an Defensivspielern angeht vorbereitet für den Fall, dass Pavard schon in diesem Sommer wechselt. In Holger Badstuber, Timo Baumgartl, Marcin Kaminski und Marc Oliver Kempf verfügen sie bereits über vier Innenverteidiger. Auch auf der Rechtsverteidigerposition sind sie mit Andreas Beck und Neuzugang Pablo Maffeo bereits doppelt besetzt.