VfB Stuttgart

Pleite in Berlin: Gute Ansätze, schlechtes Ergebnis

Fußball Hertha BSC Berlin vs. VfB Stuttgart_17
19. August 2017 – Das erste Bundesliga-Spiel: Im Berliner Olympiastadion feierte Hannes Wolf seine Premiere im Fußball-Oberhaus. Die Partie bei der Berliner Hertha ging allerdings unglücklich mit 0:2 verloren. © Danny Galm

Stuttgart.
In diesem Punkt herrschte bei der Analyse der Auftakt-Pleite gegen die Hertha Einigkeit: Das Spiel in Berlin hat dem Aufsteiger deutlich vor Augen geführt, was die Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Bundesliga sind. Kapitän Christian Gentner und Keeper Ron-Robert Zieler sprachen von einfachen Fehlern, die knallhart bestraft wurden. Auch Trainer Hannes Wolf bilanzierte: „Wir haben nur zwei Abschlüsse zugelassen, die waren halt drin.“

Wolf vermisste Mut und Aggressivität

Ein schlechtes Spiel habe seine Mannschaft in der Hauptstadt keineswegs abgeliefert: „Wir haben inhaltlich viele Sachen gut gemacht, aber auch ein paar nicht – die wollen wir künftig besser machen.“ Konkret vermisste der Coach vor allen Dingen in der ersten Halbzeit Mut und Aggressivität im Spiel nach vorne.

Selbst nach den beiden Gegentoren (46. und 62.) steckte das junge „Wolfsrudel“ den Kopf nicht in den Sand: „Wir hatten mehr Szenen und nach dem 0:1 oft genug die Chance, zurückzukommen, haben sie nur leider nicht genutzt.“ Auch Christian Gentner bemängelte einen Tag nach der Partie im SWR-Fernsehen die mangelhafte Chancenverwertung: „Es waren gute Ansätze da, aber wir wollen auch die dementsprechenden Ergebnisse haben.“

Lehrstunde für die junge Mannschaft

Das Spiel gegen die abgezockte Hertha offenbarte ein Probleme der jungen Mannschaft: Die fehlende Erfahrung und Cleverness. Das von Verletzungen gebeutelte Rumpf-Team lieferte eine ordentliche Partie ab – wurde aber für jeden Fehler eiskalt bestraft. Eine Lehrstunde für die junge und unerfahrene Mannschaft, aus der Trainer Wolf und sein Team nun die richtigen Schlüsse ziehen müssen.

Die Neuzugänge Holger Badstuber und Dennis Aogo, die gegen die Hertha in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurden, könnten dabei schon früher als geplant zu Alternativen für die Startelf werden: „Beide haben das in Berlin gut gemacht. Ich bin froh, dass sie da sind“, sagt Hannes Wolf, der die beiden ehemaligen Nationalspieler schnellstmöglich wieder zu ihrer vollen Leistungsfähigkeit bringen möchte.

Die Mannschaft befindet sich aktuell in einer Umbauphase. „Wir haben noch ein, zwei Planstellen zu besetzen“, sagt Hannes Wolf. Weitere Neuzugänge stehen noch in der Warteschlange, aber bis neue Qualität zum Kader stößt, muss der Trainer mit dem vorhandenen Personal arbeiten. 

Baumgartl und Green steigen am Dienstag wieder ein

Die Vorbereitungen für das erste Heimspiel der Saison am kommenden Samstag (15:30 Uhr/ZVW-Liveticker) beginnen mit zwei Einheiten am Dienstag. Dann sollen auch Timo Baumgartl und Julian Green wieder auf dem Platz stehen. Während Baumgartl am Samstag noch wegen den Folgen einer leichten Gehirnerschütterung ausfiel, musste Julian Green erkältet passen.

Gegen den FSV Mainz 05 will Hannes Wolf ein konsequenteres Auftreten seiner Mannschaft sehen: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht nur auf ein paar Themen springen, sondern wieder an allem arbeiten, um dann die Konsequenz zu haben, im entscheidenden Moment den Tick besser zu sein als Mainz.“