VfB Stuttgart

"Potenzial zu mehr": Reschke präsentiert Maffeo, Sosa und Kempf

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VfB-Sportvorstand Michael Reschke mit den Neuzugängen Pablo Maffeo, Borna Sosa und Marc Oliver Kempf. © ZVW/Danny Galm
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Die drei Neuzugänge sollen schon in dieser Saison eine wichtige Rolle spielen. © ZVW/Danny Galm
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Die drei Neuzugänge sollen schon in dieser Saison eine wichtige Rolle spielen. © ZVW/Danny Galm
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Die drei Neuzugänge sollen schon in dieser Saison eine wichtige Rolle spielen. © ZVW/Danny Galm
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VfB-Sportvorstand Michael Reschke (60).
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Marc Oliver Kempf (23) kam ablösefrei vom SC Freiburg.
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Pablo Maffeo (20) kam für zehn Millionen Euro von Manchester City.
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Borna Sosa (20) kam für rund acht Millionen Euro von Dinamo Zagreb.

Stuttgart. Gemeinsam mit seinen drei Neuverpflichtungen für die  Abwehr betrat VfB-Sportvorstand Michael Reschke am Donnerstagmittag den Presseraum im VfB-Clubheim. Pablo Maffeo (20), Borna Sosa (20) und Marc Oliver Kempf (23) stellten sich erstmals den Fragen der Journalisten, aber zunächst ergriff der Stuttgarter Manager das Wort.

„Wir haben alle drei schon sehr lange beobachtet“, erläuterte Reschke. „Ich freue mich sehr, dass sie bei uns sind. Das spricht auch für die Strahlkraft des VfB. Sie sind ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft."

Alle drei sollen schon in dieser Saison „eine wichtige Rolle“ spielen. Auf den Außenverteidigerpositionen sieht Reschke die Mannschaft sehr gut aufgestellt und spricht von einer „Idealkonstellation“.

Mit Andreas Beck (31) und Emiliano Insua (29) habe man zwei „erfahrene Spieler, die den Club und die Bundesliga kennen“ und mit Maffeo (rechts) und Sosa (links) ein „Alternativprogramm mit zwei außergewöhnlich talentierten Jungs“.

Reschke verspricht: „Es ist ein offener Wettbewerb auf allen Positionen.“

Mit dem Kroaten Sosa und dem Spanier Maffeo habe man zwei „absolute Wunschspieler“ verpflichten können. Der 60-Jährige ist überzeugt, dass beide schon in der Bundesliga spielen können. Dennoch sei „ihr sportlicher Entwicklungsweg noch nicht abgeschlossen. Sie haben Potenzial zu mehr.“

Bei beiden Transfers habe die „Strahlkraft der Bundesliga“ eine große Rolle gespielt. Zudem wurde den beiden Verteidigern Stimmungsbilder aus dem Stuttgarter Stadion gezeigt: „Das hat schon eine schlagende Wirkung. Das hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir den Weg zum VfB ebnen konnten.“ 

Marc Oliver Kempf: "Natürlich will ich spielen"

Dem in Hessen geborenen Marc Oliver Kempf musste Michael Reschke keine Videos der Cannstatter Kurve zeigen. „Ich kenne den Verein schon seit Jahren. Der VfB hat sich eindrucksvoll zurückgekämpft und gezeigt, was in dem Verein steckt“, so Kempf.

Der 23-Jährige kennt die Bundesliga und stand ebenfalls schon lange auf dem Zettel von Michael Reschke. „Wir wurden im Winter schon vorstellig, da hat Freiburg aber noch kategorisch abgelehnt“, sagte Reschke. „Aber unser Interesse war nachhaltig hinterlegt und als dann das Fenster aufging, waren wir sehr froh, dass es geklappt hat.“

Auch Kempf fühlt sich in Stuttgart gut aufgehoben und spürte schon im Laufe der Verhandlungen ein großes Vertrauen: "Die Gespräche mit den Verantwortlichen des VfB haben mir ein gutes Gefühl gegeben."

Kempf sieht sich weniger als Herausforderer der arrivierten Kräfte in der Defensivzentrale der Schwaben, sondern will in der schwäbischen Landeshauptstadt den nächsten Karriereschritt machen: „Natürlich will ich spielen. Ich muss meine Leistung bringen und mich anbieten.“ Reschke lobt den Ex-Freiburger für seine Qualitäten in der Spielöffnung. „Da hat er schon ein sehr gutes Niveau“.

Pablo Maffeo: "Ich brenne schon jetzt auf mein erstes Spiel"

Auch der junge Spanier will in seiner Karriere, die ihn bislang über die Jugend von Espanyol Barcelona zu Manchester City und zuletzt nach Girona führte, weiter kommen. Der 20-jährige Außenverteidiger definiert sein Spiel vor allem über Arbeit und Einstellung. Im technischen und im taktischen Bereich habe er noch Defizite.

Mit leiser Stimme berichtete der in der katalanischen Stadt Sant Joan Despi geborene Profi von seinen ersten Eindrücken: „Ich mag die Stadt. Die Bundesliga ist physischer als die spanische Liga.“  Der Spanier freut sich auf die neue Herausforderung und möchte mithelfen, "dass sich der VfB weiterhin so positiv entwickelt wie zuletzt."

Maffeo: "Ich brenne schon jetzt auf mein erstes Spiel für den VfB und kann es kaum erwarten, vor mehr als 60.000 Fans in der Mercedes-Benz Arena aufzulaufen."

Die Entscheidung für einen Transfer zum VfB sei sehr schnell gefallen. Wie Kempf und Sosa stand auch der 1,72 Meter große Verteidiger schon länger in Reschkes Notizbuch: „Ich habe Pablo bei einem Champions-League-Nachwuchsspiel von Manchester City zu meiner Zeit bei Bayern München gesehen. Da hat er mir schon gut gefallen.“

Borna Sosa: "Ich bin gut vorbereitet"

Der Kroate fühlt sich in Stuttgart schon pudelwohl und feierte am vergangenen Sonntag gemeinsam mit den kroatischen Fans auf der Theodor-Heuss Straße den Viertelfinaleinzug der kroatischen Nationalelf. „Stuttgart ist eine schöne Stadt. Der erste Eindruck ist großartig. Ich fühle mich hier schon fast wie zu Hause. Für mich ist es toll, weil hier so viele Kroaten leben“, sagte der 20-Jährige.

Zwischen der kroatischen Liga, wo Sosa für den Rekordmeister Dinamo Zagreb spielte, und der deutschen Bundesliga sieht er keinen allzu großen Unterschied. Lediglich beim Thema Laufarbeit habe die deutsche Liga der kroatischen etwas voraus. Doch Sosa verspricht: „Ich bin gut vorbereitet."

Den VfB Stuttgart kennt der 1,84 Meter große Abwehrspieler schon von Kindesbeinen an. Sein Großvater arbeitet in Ulm. Mit seiner Familie ging es also jeden Sommer nach Baden-Württemberg und natürlich auch zum VfB.

Hinzu kommt Sosas bester Freund Josip Brekalo, der letztes Jahr für die Schwaben auflief und mit dem er 13 Jahre lang gemeinsam in Zagreb kickte, und die VfB-Legende Zvonimir Soldo. Mit dem Mittelfeldspieler, der von 1996 bis 2006 im Trikot mit dem roten Brustring auflief, habe er vor seinem Wechsel nach Stuttgart gesprochen – und der habe nur Gutes von Stuttgart und dem VfB erzählt.

Sosa: "Für junge Spieler ist der VfB Stuttgart eine gute Adresse, um sich weiterzuentwickeln." Zudem nahm Sosas Vater (O-Ton Reschke: "Ein Typ Möbelpacker, eine schöne Kante") das Versprechen ab, gut auf seinen Jungen aufzupassen.

Ein Versprechen, das Reschke selbstredend einhalten möchte.


Kein Kommentar zu Thema Benjamin Pavard

  • VfB-Abwehrspieler Benjamin Pavard spielt derzeit bei der WM in Russland mit der französischen Nationalelf groß auf. Am Mittwoch vermeldete die Sport Bild, der 22-Jährige werde für 35 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München wechseln.
  • Manchester, Rom, Madrid: Halb Europa ist derzeit auf der Jagd nach dem Lockenkopf und VfB-Sportvorstand Michael Reschke, der noch am Sonntag bekräftigte: "Wir werden Benjamin Pavard in diesem Jahr definitiv nicht für 50 Millionen Euro verkaufen", wollte sich am Donnerstag nicht weiter zu den Transfergerüchten äußern. "Dazu werde ich heute keine Fragen beantworten", so der 60-Jährige.
  • Der Vertrag des Franzosen mit dem VfB Stuttgart ist noch bis 2021 datiert und enthält keine Ausstiegsklausel für diesen Sommer - jedoch für den nächsten Sommer. Dann könnte der französische Nationalspieler den VfB für 35 Millionen Euro verlassen. Nach der WM wolle sich Reschke "in aller Ruhe" mit Pavard und dessen Berater zusammensetzen, über die weitere Karriereplanung zu sprechen.
  • Der Außenverteidiger kann am Freitag mit der Équipe tricolore in das Halbfinale der WM einziehen, Gegner in Nischni Nowgorod ist Uruguay.