VfB Stuttgart

Profis, Trainer und Vorstand verzichten auf Gehalt

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VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlersperger. © Joachim Mogck

Stuttgart.
In der Coronavirus-Krise verzichten die Profis des VfB Stuttgart auf Teile ihres Gehaltes. Auch das Trainerteam, der Vorstand und die Clubführung schließen sich dem Gehaltsverzicht an. „Wir haben die Führungsebene beginnend bei der Mannschaft überzeugen können, dass ein finanzieller Beitrag notwendig ist“, sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger in einem am Freitagnachmittag veröffentlichten Video-Interview. „Die Mannschaft, die sportliche Leitung, der Vorstand und die Geschäftsleitung haben unserem Vorschlag zugestimmt.“

Sehen Sie das komplette Statement von Thomas Hitzlsperger hier im Video:

Je nachdem ob die derzeit ausgesetzte Saison mit Geisterspielen zu Ende geht oder abgebrochen wird, verzichten die Profis teils auf bis zu rund 20 Prozent ihres Gehalts. Zudem wird für die rund 300 Mitarbeiter an der Mercedesstraße erstmals in der Vereinsgeschichte Kurzarbeit eingeführt. „Alle haben erkannt, dass diese Situation etwas ist, auf das wir uns nicht vorbereiten konnten – aber jetzt handeln müssen“, so Hitzlsperger.

Partner halten dem Verein die Treue

Sponsoren und Partner halten dem Verein laut Thomas Hitzlsperger auch in schwierigen Zeiten die Treue: „Keiner hat bisher angekündigt, etwas ändern zu wollen. Das freut mich enorm.“ Wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist noch unklar. „Ich wünschte, ich könnte eine verlässliche Antwort geben“, sagt der Ex-Profi. „Wir wollen nichts übers Knie brechen. Aber allen ist bewusst: Je länger kein Fußball stattfindet, umso schwieriger wird es für die Clubs.“ Am kommenden Dienstag (31. März) wird die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des DFL-Präsidiums wegen der Pandemie eine Auszeit des Liga-Spielbetriebs bis zum 30. April verabschieden.

Die Deutsche Fußball Liga drängt zudem auf eine einheitliche Lösung beim Neustart des Trainingsbetriebs. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll ein Schreiben an die 36 Profi-Vereine mit der Bitte gegangen sein, mit Gruppentraining nicht vor dem 5. April wieder zu beginnen. So soll eine Wettbewerbsverzerrung vermieden werden. Während in manchen Bundesländern Teamtraining nicht möglich ist, könnten andere Vereine damit schon wieder beginnen. Beim VfB will man sich bis zum 19. April an die geltende Verordnung des Landes halten und nicht auf auf dem Clubgelände in Bad Cannstatt trainieren. Thomas Hitzlsperger erhofft sich eine allgemeingültige Regel: „Dass jedes Land seine eigene Regelung hat, ist nicht zielführend. Aber wir befinden uns da im Austausch.“