Rems-Murr-Kreis

ÖPNV-Busse werden von Montag (13.09.) bis Mittwoch (15.09.) bestreikt

Bus Streik
Ab Montag bis Mittwoch stehen die Nahverkehrsbusse von privaten Unternehmen still. © ALEXANDRA PALMIZI

„Pünktlich zum Schulstart“, so Ulrike Schäfer, Pressesprecherin vom Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer mit unverhohlen sarkastischem Unterton, „hat die Gewerkschaft Verdi mehrtägige flächendeckende Streiks in Busbetrieben angekündigt.“ Die Gewerkschaft bestätigt: Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg ruft Verdi ab Montag (13.09.) zu Streiks auf.

Die Gewerkschaft hatte bereits vor dem Beginn der Sommerferien nach erfolgreicher Urabstimmung und Streikverzicht vor der anschließenden sechsten ergebnislosen Verhandlungsrunde den Arbeitgebern, dem WBO, angekündigt, den unterbrochenen Arbeitskampf wieder aufzunehmen. Aufgerufen sind zunächst Beschäftigte in rund zwanzig Betrieben aus ganz Baden-Württemberg. Hauptstreiktag ist der Dienstag (14.09.), in vielen Betrieben wird auch am Montag (13.09.) und Mittwoch (15.09.) gestreikt.

Im Rems-Murr-Kreis betroffen: Ruoff-und Fischle-Busse

Im Rems-Murr-Kreis betrifft das die Fahrer bei Omnibus-Verkehr Ruoff (Standorte Hemmingen, Waiblingen und Backnang) und bei Omnibusverkehr Fischle, Standort Waiblingen. Sie werden von Montag bis Mittwoch durchstreiken.

Subvention der Ticketpreise durch Gehaltsverzicht der Fahrer?

Hanna Binder, Verdi-Verhandlungsführerin: „Die unbezahlten Standzeiten der Busse sind eine Subvention der Ticketpreise durch Gehaltsverzicht der Fahrerinnen und Fahrer. Die Arbeitgeber waren in sechs Verhandlungsrunden nicht bereit, diesen untragbaren Zustand mit uns noch vor den Sommerferien anständig zu regeln."

Die Tarifverhandlungen werden am 21. und 22. September fortgesetzt

Mit dem neuerlichen Ausstand solle der Druck auf die Verhandlungspartner erhöht werden, mutmaßt der WBO. Die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag des privaten Omnibusgewerbes seien nach der sechsten Verhandlungsrunde am 26. Juli im gegenseitigen Einvernehmen wegen der Sommerferien vertagt worden: Sie würden am 21. und 22. September jeweils ganztägig fortgesetzt.

„Diese Ankündigung zeigt wieder einmal, dass Verdi mit einem Tunnelblick unterwegs ist“, so WBO-Verhandlungsführer Horst Windeisen. Der Streik werde ausschließlich auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen. Und das, obwohl die Corona-Pandemie wieder an Fahrt aufnehme und die ÖPNV-Nutzer nach wir vor sehr zurückhaltend seien.

„Pünktlich zum Schulstart“, so Ulrike Schäfer, Pressesprecherin vom Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer mit unverhohlen sarkastischem Unterton, „hat die Gewerkschaft Verdi mehrtägige flächendeckende Streiks in Busbetrieben angekündigt.“ Die Gewerkschaft bestätigt: Im Tarifkonflikt im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg ruft Verdi ab Montag (13.09.) zu Streiks auf.

Die Gewerkschaft hatte bereits vor dem Beginn der Sommerferien nach erfolgreicher Urabstimmung und

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