Rems-Murr-Kreis

Österreich, Kuba oder Rems-Murr-Kreis? Tipps für den Winterurlaub

Kopie von Skizunft
Schneesicherer ist es in den Bergen. © siehe Bildtext

Vor allem für Wintersportler ist eigentlich gerade Hauptreisezeit. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist das Reisen jedoch schwieriger geworden. Haben die Menschen trotz Corona Lust auf Urlaub? Ja, sagt Marco Winterstein, Leiter der ADAC-Geschäftsstelle und -Reisebüro in Waiblingen. Diese Freude am Reisen brauche aber auch Sicherheit, seit Beginn der Corona-Pandemie sei persönliche Beratung wichtiger geworden. Denn längst geht es bei der Buchung des Urlaubs nicht mehr nur um den Preis oder die Art der Unterkunft, sondern auch um die Einreisebestimmungen sowie die Regeln vor Ort. Der ADAC-Reiseexperte gibt Antworten auf wichtige Fragen rund um den Winterurlaub.

Die Grundsatzfrage: Wegfahren oder daheimbleiben?

Beides ist möglich. Wer wegen der Corona-Pandemie auf weite Fahrten und Übernachtungen verzichten möchte, kann winterliche Tagesausflüge machen. Es gibt im Rems-Murr-Kreis und der Region attraktive Ziele. „Dazu gehören etwa das Ski- und Rodelzentrum Kaisersbach, der Skilift Donnstetten oder der Skilift Ochsenwang auf der Schwäbischen Alb“, sagt der ADAC-Reiseexperte.

Deutschland oder Ausland: Kann man zum Skifahren nach Österreich oder in die Schweiz?

„Je nach Wetterlage ist auch in Deutschland Wintersport gut möglich, zum Beispiel im Allgäu“, sagt Winterstein. „Wer in schneesichere Gebiete reisen möchte, für den ist aktuell Österreich die bessere Wahl.“ Österreich zählt seit Ende Dezember 2021 nicht mehr als Hochrisikogebiet. Wer in das Land einreisen möchte und geboostert ist, benötigt keinen Test. Geimpfte und Genese brauchen einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test. Ungeimpfte benötigen ein ausgefülltes Einreiseformular, müssen zehn Tage in Quarantäne und können sich frühestens nach fünf Tagen freitesten. „Diese Regeln gelten auch für Tagestouren unter 24 Stunden“, sagt Winterstein. In Österreich dürfen Unterkünfte nur geimpfte oder genesene Gäste aufnehmen. Die 2G-Regel gilt auch für Gaststätten und den Einzelhandel, der nicht dem täglichen Bedarf dient. Für Ungeimpfte gelten strenge Ausgangsbeschränkungen.

Die Schweiz gilt zurzeit als Hochrisikogebiet. Wer dennoch einreisen möchte, muss ein Einreiseformular ausfüllen. Außerdem benötigen alle Einreisenden unabhängig vom Impfstatus einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Schnelltest, der höchstens 24 Stunden alt sein darf. Ungeimpfte müssen vier bis sieben Tage nach der Einreise einen weiteren Corona-Test machen. Wichtig ist, sich kurz vor der Reise noch einmal zu informieren: „Die aktuelle Corona-Lage und die Bestimmungen können sich jederzeit ändern“, betont Winterstein.

Mit oder ohne Test: Was ist bei der Rückkehr nach Deutschland zu beachten?

Ungeimpfte Rückkehrer aus Österreich müssen einen maximal 48 Stunden alten PCR- oder Schnelltest nachweisen. Wer aus der Schweiz kommt, benötigt eine digitale Einreiseanmeldung. Ungeimpfte müssen einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen und zehn Tage in Quarantäne, sie können sich frühestens nach fünf Tagen freitesten. Geimpfte oder Genesene benötigen keinen Testnachweis.

Hotel oder Ferienwohnung: Welche Unterkunft ist empfehlenswert?

„Urlaub in Ferienhäusern und -wohnungen ist seit der Corona-Pandemie sehr beliebt“, sagt der ADAC-Reiseexperte. Viele Menschen fühlten sich im eigenen Wohnraum wohler, wo sie unter sich sind und keine Maske tragen müssen, wie in den öffentlichen Bereichen im Hotel. Grundsätzlich sind die Menschen laut Winterstein aktuell zurückhaltend, was das Reisen anbelangt. „Wir verzeichnen aber eine relativ hohe Nachfrage nach Schneeketten, also gehen wir davon aus, dass viele Menschen Tagestouren oder Kurztrips unternehmen.“

Wärme statt Kälte: Welche südlichen Reiseziele sind zu empfehlen?

„Auch im Moment gibt es noch Ziele, mit denen man in die Wärme entfliehen kann. Dazu gehören die Karibischen Inseln wie Jamaika, Kuba oder die Dominikanische Republik“, sagt Winterstein. Auch Costa Rica sei empfehlenswert. Wichtig sei in jedem Fall, sich vorher genau über die Situation vor Ort zu informieren. Die Omikron-Variante habe für eine äußerst dynamische Situation gesorgt, in der sich die Lage jederzeit ändern könne. Seit Weihnachten und durch das Aufkommen dieser Virusvariante habe die Nachfrage stark nachgelassen. „Kurzfristige Buchungen werden weniger angefragt, die Planung geht eher Richtung Frühjahr und Sommer.“

Buchen oder warten: Ist es sinnvoll, jetzt schon an den Sommerurlaub zu denken, und was sollte man beachten?

„Wir gehen davon aus, dass sich spätestens in den Sommermonaten die Lage in Europa verbessern und viel mehr möglich sein wird“, sagt der Reiseexperte. Er empfiehlt, jetzt schon an den Sommerurlaub zu denken, denn die Kapazitäten seien nicht unendlich und die Preise werden durch die zu erwartende Nachfrage steigen. „Frühzeitig buchen lohnt sich. Mein Tipp ist eine sogenannte Flex-Option: Diese bieten alle großen Veranstalter an, sie kostet je nach Reisepreis zwischen 50 und 70 Euro“, sagt Marco Winterstein. Sie ermöglicht Reisenden, den Urlaub bis 14 Tage vor dem Antritt kostenfrei umzubuchen oder zu stornieren.

Vor allem für Wintersportler ist eigentlich gerade Hauptreisezeit. Seit Beginn der Corona-Pandemie ist das Reisen jedoch schwieriger geworden. Haben die Menschen trotz Corona Lust auf Urlaub? Ja, sagt Marco Winterstein, Leiter der ADAC-Geschäftsstelle und -Reisebüro in Waiblingen. Diese Freude am Reisen brauche aber auch Sicherheit, seit Beginn der Corona-Pandemie sei persönliche Beratung wichtiger geworden. Denn längst geht es bei der Buchung des Urlaubs nicht mehr nur um den Preis oder die

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